Evotec-Aktie: Hiobsbotschaft, Kurs bricht ein!

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Bildquelle: Evotec AG

Die Aktie des Hamburger Biotechnologieunternehmens Evotec (WKN 566480) lief zuletzt schon nicht besonders. Nun dürften sich die Anleger über eine wegfallende Meilensteinzahlung für dieses Jahr ärgern, die schon fest eingeplant war. Da bestimmte Studien nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht haben, gibt es erst einmal kein Geld von Janssen Pharmaceuticals, so dass Evotec die Jahresziele nach unten schrauben musste.

In einer am Freitag veröffentlichten Unternehmensmeldung heißt es:

„Bestimmte präklinische Studien mit dem NR2B-selektiven NMDA-Rezeptor-Antagonisten, die von Evotecs Lizenznehmer Janssen Pharmaceuticals, Inc. durchgeführt wurden, haben bestimmte Eigenschaften des Antagonisten nicht bestätigt und rechtfertigen daher nicht die geplante, sofortige Fortführung des Entwicklungsprozesses. Infolgedessen wird eine signifikante Meilensteinzahlung an Evotec im Jahr 2013 nicht geleistet. Derzeit wird das Projekt bei Janssen evaluiert. Daher sieht sich Evotec verpflichtet, eine Wertberichtigung immaterieller Vermögenswerte von bis zu 22 Mio. Euro in der Bilanz in Bezug auf diese frühere klinische Produktreihe zu überprüfen.“

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Aus diesem Grund rechnet Evotec für das laufende Geschäftsjahr nur noch mit Umsätzen zwischen 84 bis 86 Mio. Euro statt wie bisher von 90 bis 100 Mio. Euro. Das Unternehmen geht weiterhin von einem positiven operativen Ergebnis vor Wertberichtigungen und Änderungen der bedingten Gegenleistungen aus, das jedoch möglicherweise nicht über dem Niveau von 2012 liegen wird. Im dritten Quartal 2013 wurde die Liquiditätsprognose auf über 90 Mio. Euro erhöht und bleibt unverändert, heißt es abschließen. Damit dürften sich vorerst auch die Hoffnungen auf ein Comeback des diesjährigen Börsenüberfliegers erledigt haben.

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Bildquelle: Evotec AG


1 KOMMENTAR

  1. […] Die vergangene Woche war von einer fast schon nervigen Seitwärtsbewegung geprägt. Erst nächste Woche dürfte sich mit der Fed-Sitzung die Lethargie hoffentlich auflösen. Denn Börsianer hassen nichts mehr als Unsicherheit. Hauptsache die ist weg und es herrscht Klarheit, wie es mit den US-Anleihekäufen weiter geht. Drosselung: ja oder nein. Derweil gab es unter den Einzelwerten einige Ausnahmen. Highlight war sicher der Kasseler Salz- und Düngemittelhersteller K+S (WKN KSAG88). Am Freitag beherrschten Gerüchte den Kalisektor, wonach die früheren Partner Uralkali und Belaruskali ihre im Sommer gebrochene Freundschaft wiederbeleben und ihr Handelskonsortium zu neuem Leben erwecken erwecken wollen. Dies würde zu einer raschen Erholung der Preisfront im Kalimarkt führen – wenn sie auch wirklich keine Nebengeschäfte, wie im Sommer mit China tätigen. Nur wenn die Preispolitik oben bleibt, können alle Beteiligten, inkl. K+S, froh in das Jahr 2014 schauen. Nicht ganz so froh blicken derzeit die Aktionäre des Hamburger Biotechnologieunternehmens Evotec (WKN 566480) drein. Nach den jüngsten Kursrückgängen, dürften sich die Anleger nun über eine wegfallende Meilensteinzahlung für dieses Jahr ärgern, die schon fest eingeplant war. Da bestimmte Studien nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht haben, gibt es erst einmal kein Geld von Janssen Pharmaceuticals, so dass Evotec die Jahresziele nach unten schrauben musste. Der Kurs geriet deutlich unter Druck. Mehr dazu hier. […]

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