SMA Solar: Das Schlimmste überstanden?

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Bildquelle: Pressefoto SMA Solar

Von einer Aufbruchsstimmung oder gar einer generellen Trendwende in der Solarbranche zu sprechen, wäre sehr übertrieben, allerdings ist es doch schön zu sehen, dass auch die einstigen Hoffnungsträger, gelegentlich erfreuliche Nachrichten produzieren können. Zunächst hatte Solarworld (WKN 510840) angekündigt, einen Teil der Bosch-Solarsparte zu übernehmen und sich somit in die Offensive gewagt. Nun beschloss die EU die Verlängerung der Strafzölle auf chinesische Solarmodule, während sich SMA Solar (WKN A0DJ6J) über einen Auftrag des Energieriesen E.ON (WKN ENAG99) freuen darf.

Demnach hat E.ON SMA Solar mit der Umrüstung von rund 13.000 Photovoltaikanlagen im E.ON Mitte-Netzgebiet beauftragt. Gemäß der Systemstabilitäts-Verordnung müssen bis Dezember 2014 in Deutschland insgesamt rund 400.000 Photovoltaikanlagen mit mehr als einer Million Wechselrichtern nachgerüstet werden. Dadurch soll verhindert werden, dass sich bei Überschreiten einer Netzfrequenz von 50,2 Hertz (Hz) alle Anlagen gleichzeitig abschalten und damit die Stabilität des europäischen Verbundnetzes gefährden, so eine offizielle Unternehmensmeldung.

Daneben darf sich die kriselnde Solarbranche weiterer Schutzmaßnahmen seitens der EU erfreuen. Die EU hat die Strafzölle auf Solarpaneele aus China um 2 Jahre verlängert. Demnach sollen ab dem 6. Dezember chinesische Paneele mit durchschnittlichen Strafzöllen von 47,6 Prozent belegt werden. Allerdings bleiben alle Firmen, die meisten, straffrei, so lange sie sich an die im Sommer zwischen China und der EU vereinbarten Exportbedingungen halten. Blöd nur, dass die Brancheninitiative ProSun, die getroffenen Vereinbarungen für unzureichend hält, da der vereinbarte Mindestpreis immer noch unter den Produktionskosten in China liegen und das Preisdumping weitergehen würde.

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Damit heißt es für risikoscheue Investoren auch weiterhin, die Hände von Solarwerten zu lassen. Allerdings könnten Anleger bei SMA Solar, das bisher als eine Art positive Ausnahme galt, versucht sein, auf eine Fortsetzung der jüngsten Erholung zu setzen. Immerhin scheint das im TecDAX gelistete Papier das schlimmste in Sachen Kursentwicklung hinter sich gelassen zu haben. Die jüngste Gewinnwarnung des Unternehmens aus dem nordhessischen Niestetal bei Kassel zeigt aber auch, dass selbst bei SMA Solar genügend Unsicherheiten lauern. Wie gut, dass es wesentlich ertragsreichere Aktien mit deutlich weniger Risiko gibt. Dazu lohnt sich ein Blick in unseren Shop.

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Bildquelle: Pressefoto SMA Solar


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