EADS: Radikale Maßnahmen für radikale Kurssteigerungen

0
Bildquelle: Pressefoto EADS

Es ist gar nicht so lange her, dass die Rüstungssparte beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS (WKN 938914) dank einer konstanten Nachfrage vieler Regierungen, für gute Geschäfte sorgte. Doch da die Regierungen mittlerweile sparen müssen, bleiben auch viele Rüstungsaufträge aus. Nach der gescheiterten Fusion mit dem britischen Rüstungskonzern BAE bleibt Konzernchef Thomas Enders nur noch ein radikaler Umbau der kriselnden Sparte. Wie gut, dass die kommerzielle Luftfahrt boomt und sich die Tochter Airbus vor Aufträgen kaum retten kann. Wenn dann auch der Umbau der Rüstungssparte wie erhofft gelingt, sollte die EADS-Aktie ihren jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen.

Dabei profitierte das Papier zuletzt von der sehr guten Auftragslage bei Airbus, aber auch den Aussichten auf radikale Sparmaßnahmen, im Zuge derer sich Enders mit einem deutlichen Personalabbau und möglichen Standortschließungen mit der Politik anlegen dürfte. Immerhin geht es dem EADS-Chef auch darum, den Konzern endlich von dem nicht mehr zeitgemäßen Einfluss seitens der Politik zu befreien. Dabei sollen Entscheidungen nicht mehr nur danach getroffen werden, dass Frankreich oder Deutschland bloß nicht zu kurz kommt. Vielmehr soll wieder der marktwirtschaftliche Gedanke im Vordergrund stehen.

Konkrete Maßnahmen will man bei EADS erst am 9. Dezember vorstellen, allerdings sickerten bisher immer wieder verschiedene Aspekte der angedachten Sparmaßnahmen durch, die den Anlegern ziemlich gut zu gefallen schienen. Immerhin konnte die im MDAX notierte EADS-Aktie innerhalb des vergangenen Jahres ihren Wert in etwa verdoppeln. Gut nur, dass die Bundestagswahl vorbei ist, denn solche Maßnahmen sieht die Politik wiederum gar nicht gern.

ch938914_20131126

Dazu gehört beispielsweise die von der „Süddeutschen Zeitung“ ins Spiel gebrachte Schließung des Cassidian-Standorts Unterschleißheim. Sollte sich Enders tatsächlich am Ende durchsetzen können und die Umstrukturierung gelingen, winken der EADS-Aktie, und bald Airbus-Aktie, weitere Kursgewinne. Dabei wirkt das Papier mit einem 2014er-KGV von 15 angesichts der jüngsten Kursrallye nicht einmal überteuert. Neben EADS gibt es aber auch weitere ertragreiche Aktien, bei denen Anleger jedoch nicht erst einmal auf den Erfolg größerer Umstrukturierungen und die Einmischung seitens der Politik schauen müssen. Dazu lohnt sich ein Blick in unseren Shop.

Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen Wochen-Newsletter an. Immer samstags gehen wir in unserem bekannten und prämierten Blogstil auf unserer Meinung nach wichtige Themen der Woche ein und liefern Ihnen einen Markt-Roundup sowie Ausblick und Produkt-Informationen aus der D-A-CH-Region. Hier kostenlos anmelden – Ihre Mail-Adresse wird von uns nicht weitergegeben.

Bildquelle: Pressefoto EADS


HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here