Point&Figure DAX, trauen auch Sie dem Braten nicht?

10

Manchmal ist das "Börsen”-Leben schon paradox. Die aktuelle Situation ähnelt einer an sich tollen Party mit schmackhaftem Essen, tollen Getränken und hervorragender Musik.

Börsen-Party und (fast) keiner geht hin

Das Einzige was fehlt, sind……Gäste.

Diesen Eindruck kann man ja nun wirklich gewinnen. So erarbeitet sich der deutsche Leitindex ein neues Allzeithoch nach dem anderen. Erst heute war es wieder einmal so weit. Und der deutsche Anleger steht draußen vor der Tür des Börsensaals und fragt sich, wann denn endlich wieder Rationalität einkehre und die Kurse zurückkommen werden.

Vergessen Sie das mit der Rationalität

Da muss erst einmal etwas Wichtiges festgehalten werden:

Börse und Rationalität haben sehr oft so viel miteinander zu tun, wie ein Terrier mit einem Labrador. (Man möge mir diesen Vergleich verzeihen, aber Hundekenner werden wissen, was ich meine…)

Wenn die Kurse steigen, steigen Sie weitaus länger, als man es am Anfang auch nur ansatzweise hätte vermuten können.

Umgekehrt funktioniert das Spiel übrigens auch brillant. Viele von Ihnen werden sich noch an das besinnungslose Crash-Verhalten des DAX im Jahr 2008 erinnern.

Interessanterweise laufen Kurse dann besonders lange nach oben weiter, wenn die Mehrzahl der Investoren sich in Skepsis übt. Nicht umsonst gilt der alte Börsenspruch:

Die Hausse wird in der Panik geboren, lebt im Zweifel und stirbt in der Euphorie.

Und von Euphorie sind wir aktuell noch meilenweit entfernt. Wir können also folgern, dass die Hausse nicht nur lebt, sondern sie sich pudelwohl ( und schon wieder eine Hunderasse in einem Text über die Börse…) fühlt.

Die These, dass wir tendenziell weiter steigende Kurse sehen werden, wird nicht nur vom Sentiment, sondern – und das ist das für mich Entscheidende – vom Point&Figure-Chart des DAX unterfüttert.

image

Point&Figure DAX: Kursziel von 10.500 Punkten aktiviert und bestätigt

 

Schließlich befindet sich der deutsche Leitindex in der Bulls-Eye-Broker-Einstellung mit aktuell 50 Punkten pro Kästchen in einem intakten Point&Figure-Kaufsignal mit dem mittlerweile aktivierten und bestätigten Kursziel von 10.500 Punkten.

So weit, so brillant. Allerdings muss auch beachtet werden, dass sich bei Erreichen der 8950 bereits ein Verkaufssignal ausprägen würde, dessen erstes Kursziel mit rund 8500 zu beziffern ist.

Das Fazit kann aktuell nur lauten:

Weiterhin ist der DAX klar bullish zu sehen. Er befindet sich in einem Point&Figure-Kaufsignal mit dem bestätigten Kursziel von 10.500 Punkten.

Diese erfreuliche Perspektive muss dann aufgegeben werden, wenn er auf 8950 Zähler fällt, denn dann sind weitere Abgaben bis 8500 zu erwarten.

Ihr Jörg Mahnert


10 KOMMENTARE

  1. Diese Rallye basiert zu einem sehr grossen Teil aufgrund der immensen Geldschwemme der Notenbanken FED, EZB und der Notenbank Japan. Dieses Immens viele Geld ist in der Realwirtschaft nie angekommen. Die USA haben mehr Schulden als ein Hund jemsls FLoehe haben kann und Südeuropa geht es miserabler denn je. Es istellt sich jetzt nicht die Frage ob, nein nur noch wann ein Crash kommen wird, welcher die Jahre 2008 / 2009 in den Schatten stellt ! Das kann und wird niemals gut kommen….Die Deutschen Anleger wissen schon sehr genau, warum sie bei diesem Spiel nicht mitmachen ! Das Risiko ist immens !

  2. Ich wollte einrn Kommentar aufgeben. Es hiess Ihrerseits, dass es sich um einen doppelt geschriebenen Text handle. ihr Beitrag ist vor 2 Tagen erschienen und ich hsbe bestimmt nicht doppelt daraf geantwortet. Ich kann mir aber vorstellen, dass mein Kommentar nicht paesslich war ?

  3. @Otto Stadler
    Ihr Kommentar hing noch in der Warteschleife, daher der Hinweis mit dem doppelt geschriebenen Text.

    Die Sache mit der Crashgefahr mag stimmen, aber betrifft dieser dann nicht vorrangig die Anleihemärkte? Was den Zeitpunkt angeht: Das aktuelle Spiel des billigen Geldes kann noch 5, 10 oder noch mehr Jahre weiter gehen und bis dahin muss man ja irgendetwas tun. Von daher sind Aktien derzeit immer noch erste Wahl. Denn die Menschen konsumieren bei Unternehmen und zahlen dann mit irgendeiner Währung. Von daher dürften Unternehmen gut durch die Krise kommen – Kurseinbußen können zwar passieren, aber man verliert ja nie alles, sofern das Unternehmen nicht Pleite geht.

  4. Hallo Herr Schmidt, ja klar, das mit dem billigen Geld kann noch weitergehen, die USA haben gar keine andere Chance, aber nur solange, dass sie immer wieder Kreditgeber finden. Was die Zurückhaltung der Anleger betrifft, ist gut verständlich. Bereits bei der grossen Dotcom Krise 2000 – 2003 verloren Anleget immens viel Geld. Viele stiegen mit grossen Verlustenan aus und ksmen nie wieder zurück an den Markt. Diejenigen, so wie ich hielten durch und erholten sich 2003 – 2007 kräftig, bis die nächste noch groessere Krise, die Finanzkrise kam, sozisagen die grösste seit 1929, welche alles wieder kaputtmachte. Daher haben sehr viele Anleger definitiv die Schnauze voll. Die Krisen haben ein viel grosseres Potential und haben sich gehäuft. Hochkonjunktur haben nicht Anleger, die kaufen und liegenlassen, nein die Zocket, Daytrader, Shortseller usw. Das macht dem seriösen Anleger Null Spass, daher geht kaum einer mehr hin, das ist wie Lotto !

  5. @Otto Stadler
    So ganz teile ich ihren Pessimismuss nicht. Wer Aktien kauft, muss zwischendurch auch an Verkaufen denken. Und wer angesichts der Lehman-Pleite nicht über einen Verkauf bzw. Gewinnmitnahme nachgedacht hat und stattdessen bis zum bitteren Tief dabei geblieben ist, muss da jetzt durch. Das Schöne ist doch, dass es immer Chancen zum Ausstieg gibt. Man muss sie nur nutzen. Zwar gibt es auch Aktien, mit denen man gut durch die Finanzkrise kam, aber die hat eben nicht jeder im Depot. Daher ist Gewinnrealisation manchmal eben auch notwendig. Börse ist keine Einbahnstraße – wer das nicht beherzigt hat hier nichts verloren. Wer aber die Augen offen hält, kommt gut durch die Krisen dieser Zeit! V.a. dank der Aktien.

  6. Ich teile die Meinung von Marc völlig.

    Dabei gilt natürlich immer wieder die charttechnische Situation zu überprüfen. Hierbei bieten sich einfach die Wenn-Dann-Entscheidungen an, die ich so häufig nenne.

    Denn dass es irgendwann wieder einmal massiv runter geht, das ist zu 100% sicher. Nur, daraus zu schließen, dass man eine massive Aufwärtswelle nicht mitreiten solle, ist …..gewagt.

    Schließlich soll auch der deutsche Anleger seinen Aktien-Positionen keine ewige Treue bis in den Untergang schwören, sondern unter Beachtung charttechnischer Marken mit Risikokontrolle Chancen nutzen.

    Selbst die oft zitierte Telekom-Aktie bot dem Anleger, der so vorging massive Gewinne. Wer sich allerdings mit diesem Wert „verheiratet“ hat……

  7. Guten Tag die Herren Schmidt & Mahnert ! Ja klar haben Sie Recht aber so ganz Unrecht habe ich wohl auch nicht. Die Euphorie der Anleger zeigt auf, dass durse Hausse, welche ca. zu 75 Prozent aufgeund der sehr weit geöffneten Geldschleusrn dies- und jenseits des Atlantiks basiert, ist nicht zu verleugnen und dass die Gewinnsteigerung der 30 im DOW gelisteten Werte dieses Jahr gerade mal bei 2,61 Prozent liegt, der Index aber um 22 Prozent zugelegt hat, ist Fakt. Das kann so nicht mehr lange gutgehen. Irgendwie muss dann ja auch die Zeche für diese Rallye bezahlt werden und wer den Azsstieg verpasst, wird zum Zahlmeister.. Zudem hat der Verstand vieler Ibvestoren bereits der Gier Platz gemacht. Die Krise ist noch voll da, nur werden die Priobleme hinausgeschoben. Niemand ist dazu bereit, den Guertel enger zu schnallen. Statt diesen immensen Geldschwemmen wäre es bedtimmt besser und gesuender gewesen, eine Rezession in Kauf zu nehmen. Die Notenbanken haben ihr Pulvet nshezu verschossen. Die BANKSTER haben das ehemalige Vorschuss – Vertrauen verspielt und Obama hat wahrend seiner laufenden Amtszeit so viele Schulden anhäufen lassen wie alle US Präsidenten zusammen vor ihm. Die finale Phase dieser Krise tritt dann ein, wenn die USA keine Geldgeber mehr finden werden. Dies koennte dann den Zusammenbruch des globalen Finanzsystem auslösen…..

  8. Konkretisierung: Pulver verschossen damit weise ich darauf hin, dass die Zinsen soweit im Keller sind, dass praktisch kein Spielraum mehr besteht. Es haben sich einige Rechtschreibefehler ergeben, weil ich oft unterwegs bin und die Kommentare mit dem iphone geschrieben habe, also Sorry ! Was die Handelsvoluminas an der Borse im Vergleich zu vor der Krise, 2007 betrifft, diese betragen gerade mal einen Drittel von damals. Die Geldschwemmen haben es nicht erreicht, das Vertrsuen der Anleget wieder herzustellen. Die Banken bunketn Bargeld in noch nie dagewesenen Ausmass. Kunden verlieren damit etwas Geld, da die Minimalzinsen die Teuerung nie wett machen koennen. Was ist denn los ? Sonst gehen doch bei einer so Mega Hausse sogar Kunz. Meier und Müller hin ????? Aber denkste ! Sie schauen nur zu und lassen sich hohe Gewinne entgehen. Meine Frage: sind denn wir alle blöd ? Auch ich horte viel Bargeld. Ich habe Goldaktien von Barrick und Minentitel von Rio Tinto und Glencore xstrata. Tote Hose ! Wenn der USD fällt steigt Gold aber diesmal denkste ! Niemand weiss Rat auch die Krise ist fur uns Neuland haben wir so krass noch nie etlebt und die Geldschwemme gabs noch nie so krass ! Auch hier zucken viele die Schultern . Genau hier droht grosse Gefahr. Es ist vieles aus dem Lot geraten. Nichts desto trotz die Reichen werden reicher, diArmen ärmer und der für jedes Land so immens wichtige Mittelstand wird immer kleiner das kann auf längere Zeit nie gutgehen. Da braut sich etwas Grosses & Hässliches zusammen…..Laden Sie mal die App. „Hannich vertraulich“ kostenlos aufs Smartphone . Tag täglich erfahren Sie, wie es wirklich aussieht, vor allem die beweisbaren Fakten, die niemand widerlegen kann. Ich traue dem Braten definitiv nicht zu vieles gefällt mir nicht. Ich habe halt schon zu viel Geld verloren und befinde mich in einem Vertrauens – Notstand. Da bin ich offensichtlich alles andere als der Einzige und man vergisst dies eben nie mehr. Warren Buffett ist ein Genie keine Frage aber man hört ausschliesslich nur von seinen Schnaeppchen ! Dass sein Vermiogen aber 2007 bei 62 Mia. USD lag und heute bei ca. 45 ? Was ist nur los ? Ich weiss es, er hat 2008 & 2009 immens viel Geld verloren und dies nicht nur bei Berkshire Heathaway . Alle reden nur von ihren Gewunnen, das kommt eben besser an. Und als Lehman zusammenbrach war es kein Geringerer als er der predigte dabei bleiben und zwar nicht nur aus Eigeninteresse er hat dies nicht noetig so wie die mehr als schillernden Bankster von UBS Goldman Sachs und Co.

  9. Also, wer bei diesem traurigen Markt des billigen Geldes, eben der Geldschwemme es notig hat, dabei zu sein, bemitleide ich ! Also wer so gierig ist, dem gönne ich Total Absturz !!! Börse war noch nie ethisch aber das was jetzt abläuft Pfui Teufel !!!!

  10. Ich möchte an dieser Stelle zu bedenken geben, dass grade in Zeiten des billigen Geldes viele Menschen Probleme mit ihrer Altersvorsorge bekommen werden.

    Der Garantiezins bei Lebensversicherung / Riesterprodukten bewegt sich auf exrem niedrigen Niveau. Deswegen erachte ich eine – durchaus von Wachsamkeit geprägte – Aktienanlage für fast schon „alternativlos“ (Ich mag dieses Wort nicht, da es oft für sehr seltsame Entscheidungen in der Politik herhalten muss.)
    An einer durchdachten Aktien-Anlage ist meiner Ansicht nicht zwangläufig mehr Verwerfliches zu entdecken, als bei einem Investment in Immobilien. Ob es überhaupt moralisch einwandfreie Investments gibt, das dürfte wohl ganze Bücher füllen.
    Meiner Meinung nach sollte sogar das Tagesgeld hinterfragt werden, denn das Geld wird zu weitaus höheren Zinsen weiterverliehen.
    Naja, das würde hier jetzt zu weit führen 🙂

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here