Solarworld: Auferstehung der Aktie?

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Bildquelle: Pressebild Solarworld

Die einstigen Superstars aus der deutschen Solarbranche fallen reihenweise um. Die einen sind längst pleite, während andere immerhin ganz oder zum Teil von ausländischen Konkurrenten übernommen wurden. Dagegen scheint man bei Solarworld (WKN 510840) – wohl auch dank des riesigen Selbstbewusstseins des Firmenchefs Frank Asbeck – trotz aller Widrigkeiten, weiterkämpfen und am Ende bestehen zu wollen. Mit dem Kauf eines Teils der Solarsparte von Bosch wollen die Bonner nun sogar in die Offensive gehen. Ist das schon die Auferstehung?

Wie das Wall Street Journal Deutschland unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen berichtete, seien sich Bosch und Solarworld über das Geschäft in den wesentlichen Punkten einig. Demnach würde Solarworld die rund 1.600 Mitarbeiter am Bosch-Standort im thüringischen Arnstadt weiterbeschäftigen. Dagegen soll man bei Solarworld an den ausländischen Standorten kein Interesse haben, heißt es weiter.

Da mag man sich doch fragen, wie Solarworld den Kauf und die Integration des Geschäfts bewerkstelligen soll, während das Unternehmen gleichzeitig versucht eine Pleite abzuwenden, indem es einen Schuldenschnitt stemmt. Die Antwort ist ganz einfach, denn wie es in dem Bericht weiter heißt, bekommt Solarworld das Bosch-Solargeschäft fast geschenkt, da die Bonner dem Standort eine realistische Perspektive geben – ein Aspekt auf den man bei Bosch sehr viel Wert gesetzt hat.

Während die Solarworld -Aktie zuletzt wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben und sich der 1-Euro-Marke angenähert hatte, bleiben die Erfolgsaussichten für Solarworld auch mit einer möglicherweise erfolgreichen Integration einiger Teile der Bosch-Solarsparte trüb. Die chinesische Billig-Konkurrenz schläft nicht und wurde zuletzt mit der Einigung zwischen der EU und China auf Importbeschränkungen nicht gerade in die Schranken verwiesen.

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Zudem musste Solarworld zuletzt mit den Geschäftsergebnissen für die ersten neun Monate 2013 weitere Hiobsbotschaften vermelden. Mit 345,6 Mio. Euro lag der Konzernumsatz rund 26 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Außerdem entwickelt sich der Absatz im Hauptmarkt Deutschland schwächer als geplant. Auf der Ergebnisseite konnten Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden, allerdings waren die Ergebnisse erneut tief-rot. Damit bleibt die Solarworld-Aktie weiterhin nur etwas für besonders risikofreudige Anleger. Wer eher auf der Suche nach dauerhaft langfristig soliden Aktien ist, sollte einmal in unserem Shop vorbeischauen.

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Bildquelle: Pressebild Solarworld


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