K+S-Aktie: Neuer Schwung

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Lader im Einsatz unter Tage Bildquelle: Pressebild K+S

Nach einer ersten positiven Reaktion konnte die Aktie des Kasseler Salz- und Düngemittelherstellers K+S (WKN KSAG88) nicht wie von vielen Anlegern erhofft, von den jüngsten Quartalsergebnissen profitieren. Diese lagen zwar über den Markterwartungen, allerdings musste das Unternehmen deutliche Umsatz- und Ergebnisrückgänge verkraften. Ein neuer Großaktionär beim russischen Konkurrenten Uralkali könnte dagegen für Beruhigung in der Kali-Branche und möglicherweise für neuen Schwung bei der K+S-Aktie sorgen.

Der russische Milliardär Sulejman Kerimov, der neben dem Uralkali-Chef Wladislaw Baumgertner für die Unruhen am Kali-Markt verantwortlich gemacht wird, verkauft seinen knapp 22-prozentigen Anteil an Uralkali an den Oligarchen Michail Prochorow. Dies gab Prochorows Gesellschaft Onexim bekannt. An den Aktienmärkten wurde nun schon seit geraumer Zeit über einen Anteilsverkauf Kerimovs spekuliert, nun ist es also so weit. Ein solcher Schritt wurde zudem immer wieder mit einer Entspannung im so genannten „Kali-Krieg“ zwischen Russland und Weißrussland gewertet.

Für K+S bedeutet dies, dass es möglicherweise bald zu Gesprächen über eine neue russisch-weißrussische Vertriebsallianz zwischen Uralkali und Belaruskali kommen könnte. Eine solche Allianz würde aller Voraussicht nach zu einer Beruhigung am Kali-Markt und zu stabileren Preisen führen, was den im Branchenvergleich relativ teuer produzierenden Kasselern zugutekommen würde. K+S selbst reagiert mit weiteren Sparbemühungen auf die Marktturbulenzen. Das Unternehmen will in den nächsten drei Jahren Kosten in einer Größenordnung von insgesamt 500 Mio. Euro gegenüber der bisherigen Planung für diesen Zeitraum einsparen. Im Jahr 2014 erwartet K+S eine Kostenreduktion von gut 150 Mio. Euro.

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Allerdings blieben selbst mit einer neuen russisch-weißrussischen Vertriebsallianz viele Fragezeichen in Bezug auf die K+S-Aktie. Beim DAX-Konzern hält man beispielsweise unbeirrt an der Erschließung des teuren Legacy-Projekts in Kanada fest, obwohl die Anbieter schon heute mit Überkapazitäten zu kämpfen haben und diese angesichts des möglichen Markteintritts weiterer Konkurrenten noch zunehmen könnten. Immerhin spekuliert nicht nur K+S auf eine wachsende Weltbevölkerung und eine damit verbundene Nachfrageerhöhung nach Düngemitteln.

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Bildquelle: Pressebild K+S


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