ProSiebenSat.1: Kurspotenzial noch nicht ausgeschöpft

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Bildquelle: Pressefoto Holger Rauner © ProSiebenSat.1 Media AG

Nach dem Teilausstieg der beiden Großaktionäre KKR und Permira bei ProSiebenSat.1 (WKN PSM777) befürchteten einige Aktionäre des Medienkonzerns, dass das Unternehmen angesichts eines geringeren Drucks seitens der Anteilseigner, bei der Dividende knausern könnte. Diesen Befürchtungen ist nun Finanzchef Axel Salzmann entschieden entgegengetreten. Neben einer weiterhin attraktiven Ausschüttung und Rekordergebnissen für 2013 winkt ProSiebenSat.1 im kommenden Jahr sogar der Aufstieg in den DAX, womit der Kurs der ProSiebenSat.1-Aktie zusätzlich beflügelt werden dürfte.

In einem Interview mit der „Börsen-Zeitung“ bestätigte Salzmann, dass auch nach dem Ausstieg der Finanzinvestoren, 80 bis 90 Prozent des bereinigten Nettogewinns an die Anteilseigner fließen werden. Zuvor hatten KKR und Permira ihre Beteiligung noch einmal deutlich nach unten gefahren. Diese liegt nun unter 20 Prozent. Zwar wirkten sich die Anteilsverkäufe zuletzt negativ auf die Kurse der ProSiebenSat.1-Aktie aus, allerdings wurden auf diese Weise auch die Voraussetzungen für einen möglichen DAX-Aufstieg in Sachen Streubesitz im kommenden Jahr geschaffen.

Damit es dann auch tatsächlich etwas mit dem DAX-Aufstieg wird, möchte man bei ProSiebenSat.1 den jüngsten Wachstumskurs fortsetzen. Im dritten Quartal ist dies den Münchnern einmal mehr geglückt. Der Konzern steigerte seinen Umsatz im Vorjahresvergleich um 13,9 Prozent auf 576,9 Mio. Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr sogar um 29,4 Prozent auf 65,6 Mio. Euro. In den ersten neun Monaten 2013 stieg der Konzernumsatz um 12,6 Prozent auf 1,77 Mrd. Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss lag bei 221,1 Mio. Euro und damit um 15,4 Prozent über dem Vorjahresniveau.

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Auch aus diesem Grund bestätigte Salzmann noch einmal die Jahresziele 2013 und stellte weitere Rekordergebnisse in Aussicht. Allerdings ist die ProSiebenSat.1-Aktie angesichts der anhaltenden Kursrallye und eines 2014er-KGV von 16 auch nicht mehr günstig bewertet. Dagegen überzeugt das Papier mit einer attraktiven Dividendenrendite von fast 5 Prozent, während der in Aussicht gestellte DAX-Aufstieg selbst bei den aktuellen Notierungen noch einiges an Kurspotenzial bereitstellen dürfte.

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Bildquelle: Pressefoto Holger Rauner © ProSiebenSat.1 Media AG

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