Borussia Dortmund: Kursrücksetzer nutzen

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Bildquelle: Pressefoto Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA

Sportlich erlebte Borussia Dortmund (WKN 549309) zuletzt eine wahre Horrorwoche. Mit der Niederlage im Bundesligaspiel in Wolfsburg hat man sich kurz vor dem Spitzenduell gegen Bayern München noch mehr unter Druck gesetzt. Nach der Heimniederlage gegen Arsenal London ist nun sogar der Einzug ins Achtelfinale der Champions League in Gefahr, während zu allem Überfluss Innenverteidiger Neven Subotic für den Rest der Saison ausfällt. Wie gut, dass es finanziell zuletzt deutlich besser lief und Erfolgs-Trainer Jürgen Klopp seinen Vertrag bis 2018 verlängerte.

Angesichts dieser Meldung konnte die BVB-Aktie sogar den erstmaligen Sprung über die Marke von 4 Euro seit mehr als 11 Jahren feiern. Allerdings machten die jüngsten sportlichen Ausrutscher diesen Erfolg wieder zunichte, so dass die BVB-Aktie wieder den Rückwärtsgang einlegte. Nicht einmal die positiv ausgefallenen Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 konnten Abhilfe schaffen. Immerhin verdeutlichten sie auch, dass es angesichts steigender Personalkosten nicht ganz so einfach werden dürfte, die Erfolge des vergangenen Jahres zu wiederholen.

Im dritten Quartal konnte Borussia Dortmund seinen Wachstumskurs fortsetzen. Die Umsätze stiegen im Vorjahresvergleich um 15 Prozent auf 59,5 Mio. Euro. Während höhere Einnahmen aus der Werbung, Spielertransfers oder Merchandising zu diesem Anstieg beigetragen hatten, mussten auf der Ergebnisseite teilweise deutlich Rückgänge im Vorjahresvergleich hingenommen werden. Unter dem Strich blieb mit 1,4 Mio. Euro rund 46 Prozent weniger übrig als vor einem Jahr. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel um 45 Prozent auf 2,3 Mio. Euro.

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Allerdings dürfte man sich sowohl bei den Anlegern als auch auf Analystenseite einig sein, dass die vergangene Saison in sportlicher, aber auch finanzieller Hinsicht eher eine Ausnahme darstellen dürfte. Daher sollte es wenig verwundern, wenn die Umsätze und die Ergebnisse im laufenden Geschäftsjahr unter den Rekordwerten aus dem Vorjahr bleiben. Schließlich hatte zuletzt auch BVB-Chef Hans-Joachim Watzke in einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“ künftige Umsätze im Bereich von „250 Mio. Euro plus X“ in Aussicht gestellt. Kurzfristig denkende Anleger könnten zudem angesichts des jüngsten Kursrücksetzers der BVB-Aktie relativ günstig auf einen Sieg im kommenden Spitzenspiel gegen Bayern München setzen. Mit einem solchen Sieg dürften auch die jüngsten Niederlagen schnell vergessen sein.

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Bildquelle: Pressefoto Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA


1 KOMMENTAR

  1. Es handelt sich aber um das erste Quartal!

    Die deutliche Umsatzsteigerung finde ich schon ein wenig überraschend, die Steigerung bei den Merchandising Einnahmen dürfte im Weihnachtsquartal weiter deutlich anziehen.

    Bei den Personalkosten ist der Vergleich zum Vorjahresquartal mit Vorsicht zu genießen. Denn im Sommerquartal wurde vergleichsweise wenig gespielt, d.h. die deutliche Anhebung der Grundgehälter kommt hier verstärkt zum Tragen. In den nächsten drei Quartalen wird sich aber zeigen, ob man sportlich ähnlich erfolgreich ist. Bei einem Ausscheiden in der Gruppenphase der Champions League, im Viertelfinale DFB Pokal, sowie 70 Punkten in der Bundesliga, sinken die Personalkosten von derzeit 76 Millionen auf 68 Millionen für den Lizenskader. Genau so wurde es von Watzke auf der Bilanzpressekonferenz formuliert.

    http://bvbaktie.blogspot.de/2013/08/bilanz-pressekonferenz-vom-2282013.html

    Sehr interessant finde ich zudem daß das Stadion nun über 40 Jahre abgeschrieben wird, statt über 20. Das dürfte jeden Aktionär freuen, denn es wird zukünftige Ergebnisse ganz erheblich verbessern. Die höheren Abschreibungen für den Kader werden so deutlich abgemildert.

    http://bvbaktie.blogspot.de/2013/11/quartalsfinanzbericht-1-quartal-20132014.html

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