Telekom Austria: Aussichten bleiben trüb

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Bildquelle: Telekom Austria

Was Urlaubern sehr viel Ärger bereitete, sorgte bei der Telekom Austria (WKN 588811) für satte Gewinne. Doch seit die EU den Roaming-Gebühren den Kampf angesagt hat und der für die Telekom Austria wichtige kroatische Markt nun zur EU gehört, musste das ATX-Unternehmen zuletzt bei diesen lukrativen Einnahmen deutliche Einbußen hinnehmen. Daneben sorgten die Konjunkturschwäche und der harte Preiskampf im Mobilfunkgeschäft für Umsatz- und Gewinnrückgänge im dritten Quartal.

Unter dem Strich blieb im dritten Quartal lediglich ein Gewinn von 51,3 Mio. Euro übrig und damit rund 48,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Nachdem auf Halbjahres-Sicht noch ein Gewinnplus zu Buche gestanden hatte, fiel der Gewinn nach neun Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 11,6 Prozent auf 159,2 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse schrumpften im dritten Quartal um 5,3 Prozent auf 1,04 Mrd. Euro. Zwischen Januar und September ging es wiederum um 2,6 Prozent auf 3,21 Mrd. Euro nach unten.

Das Unternehmen konnte die Anleger mit den Aussichten für das Schlussquartal 2013 nicht beruhigen. Laut Unternehmenseinschätzung soll sich der Preisdruck im Mobilfunkbereich in den wichtigsten Märkten Österreich, Bulgarien und Kroatien durch einen intensiven Wettbewerb sogar noch verstärken. Gleichzeitig wird die Nachfrage in Osteuropa weiterhin durch die schwache wirtschaftliche Entwicklung belastet.

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Für das Gesamtjahr 2013 geht das Unternehmen trotzdem wie bisher von Umsatzerlösen von 4,1 Mrd. Euro aus. Bei den Aktionären soll eine Dividende von 5 Cent je Aktie hängenbleiben. Für eine Fortsetzung der jüngsten Kursrallye der Telekom-Austria-Aktie müssten die Anleger somit statt auf gute Geschäfte, wohl wieder verstärkt auf Übernahmegerüchte um den Großaktionär Carlos Slim und seinen Mobilfunkkonzern América Móvil hoffen.

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1 KOMMENTAR

  1. […] Derzeit wird man sich in Bezug auf den kalifornischen Elektrowagenbauer Tesla Motors (WKN A1CX3T) die Frage stellen, ob die drei brennenden Model S oder die negativen Kommentare des Hollywood-Stars George Clooney zu seinem früheren Tesla-Roadster, den das Unternehmen nicht mehr herstellt, den größeren Imageschaden verursachen. Sicher dürfte jedoch die Tatsache sein, dass die Tesla-Aktie ihren jüngsten Kursrücksetzer nicht nur einem Imageproblem, sondern auch den enttäuschenden Verkaufszahlen im dritten Quartal zu verdanken hatte. Dem will man auf Unternehmensseite nun entgegensteuern. Spannende Kurschancen ergeben sich derzeit beim Schweizer Elektrokonzern ABB (WKN 675089). Mehr dazu aus Sicht von Point&Figure haben wir in unserem aktuellen Newsletter geschrieben. Wer die kostenfreie “Die Börsenblogger D-A-CH Rundschau” jede Woche automatisch beziehen möchte, kann sich hier anmelden. Der weltgrößte Ziegelhersteller Wienerberger (WKN 852894) konnte im dritten Quartal sowohl beim Gewinn als auch bei den Umsatzerlösen zulegen. Zudem freute man sich auf Unternehmensseite über weitere Marktanteilszugewinne und Fortschritte bei den Sparbemühungen. Trotzdem hat Wienerberger weiterhin mit einer Schwäche des europäischen Immobilienmarktes zu kämpfen. Allerdings schöpfte Firmenchef Heimo Scheuch Zuversicht aus den jüngsten Quartalsergebnissen, während die Anleger seit geraumer Zeit auf eine Erholung der Ziegel-Nachfrage setzen. Mehr dazu hier. Die Abschreibungen bei der deutschen Tochter trans-o-flex waren Schuld, dass die Ergebnisse der Österreichischen Post (WKN A0JML5) im dritten Quartal unter den Erwartungen geblieben sind. Allerdings konnte das teilstaatliche Unternehmen die Jahresprognose bestätigen. Ob dies jedoch ausreicht, um die jüngste Rallye der Aktie der Österreichischen Post zu befeuern, bleibt abzuwarten. Immerhin fallen im Schlussquartal positive Aspekte wie ein verbessertes Briefgeschäft im Zuge von Wahlen weg. Das Paketgeschäft dürfte jedoch vom anstehenden Weihnachtsgeschäft profitieren können. Mehr dazu hier. Was Urlaubern sehr viel Ärger bereitete, sorgte bei der Telekom Austria (WKN 588811) für satte Gewinne. Doch seit die EU den Roaming-Gebühren den Kampf angesagt hat und der für die Telekom Austria wichtige kroatische Markt nun zur EU gehört, musste das ATX-Unternehmen zuletzt bei diesen lukrativen Einnahmen deutliche Einbußen hinnehmen. Daneben sorgten die Konjunkturschwäche und der harte Preiskampf im Mobilfunkgeschäft für Umsatz- und Gewinnrückgänge im dritten Quartal. Mehr dazu hier. […]

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