K+S-Aktie: Wirklich fit für die Zukunft?

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Bildquelle: Pressebild K+S

Trotz aller Verunsicherung bei den Börsianern und am Kali-Markt, blieb man beim Kasseler Salz- und Düngemittelherstellers K+S (WKN KSAG88) relativ gelassen. Wie sich nun an den Geschäftsergebnissen für das dritte Quartal zeigte, zu Recht. Denn trotz der Rückgänge bei Umsatz und Gewinn musste das DAX-Unternehmen nicht die von einigen Analysten prognostizieren Katastrophenzahlen präsentieren.

Die Umsatzerlöse fielen im Vorjahresvergleich um 11 Prozent auf 817,7 Mio. Euro. Auf Neun-Monats-Sicht konnten die Umsätze annährend stabil gehalten werden. Dabei hoben sich die erwarteten Umsatzrückgänge im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte und die Umsatzzuwächse im Bereich Salz in etwa auf. Das operative Ergebnis EBIT I verringerte sich im dritten Quartal von 155,7 Mio. Euro auf nun 115,8 Mio. Euro. In den ersten neun Monaten lag das Minus bei 10,6 Prozent auf 556,3 Mio. Euro. Wie erwartet machten sich zuletzt die gesunkenen Kalipreise sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig bemerkbar.

Das größere Interesse der Anleger dürfte heute jedoch weniger den jüngsten Zahlen von K+S gegolten haben. Vielmehr erhoffte man sich Einblicke, wie denn die Kasseler auf die Unsicherheiten am Kali-Markt reagieren würden und inwieweit sich diese Unsicherheiten auf das zukünftige Geschäft auswirken werden. Als Reaktion hat man bei K+S ein Sparprogramm, mit dem schicken Namen „Fit für die Zukunft“ aufgelegt. Das Unternehmen will in den nächsten drei Jahren Kosten in einer Größenordnung von insgesamt 500 Mio. Euro gegenüber der bisherigen Planung für diesen Zeitraum einsparen. Im Jahr 2014 erwartet K+S eine Kostenreduktion von gut 150 Mio. Euro.

„Unser Ziel ist es, die internationale Wettbewerbsfähigkeit von K+S nachhaltig zu steigern“, sagt Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender von K+S. „Mit „Fit für die Zukunft“ machen wir unser Unternehmen in einem geänderten Marktumfeld mit größeren Preisschwankungen robuster. Wir verbessern unsere Kostenposition, stärken die Ertrags- und Finanzkraft und schaffen mittelfristig die Voraussetzung für weiteres Wachstum bei Umsatz und Ergebnis“, so Steiner weiter.

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Sowohl die Geschäftszahlen für das dritte Quartal als auch die Prognose für das Gesamtjahr 2013, wonach die Umsätze auf dem Niveau des Vorjahres liegen sollen und das operative Ergebnis 600 Mio. Euro übersteigen dürfte (Vorjahr: 804,1), bieten keinen Anlass, in Jubelstürme zu verfallen. Allerdings könnten damit dem Abwärtspotenzial der K+S-Aktie Grenzen gesetzt worden sein. Denn immerhin haben sich die schlimmsten Befürchtungen nicht bewahrheitet. Zudem geht man bei einigen K+S-Branchenkonkurrenten für das kommende Jahr bereits von einer Markterholung aus, da sich viele Abnehmer angesichts der jüngsten Krise mit Käufen zurückgehalten haben und sich ihre Lager auf diese Weise leerten.

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Bildquelle: Pressebild K+S


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