E.ON-Aktie: Die Hoffnung stirbt zuletzt

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Bildquelle: Pressebild E.ON UK

Erwartungen erfüllt. So kann man die jüngsten Geschäftsergebnisse von Deutschlands größtem Energieversorger E.ON (WKN ENAG99) zusammenfassen. Allerdings waren die eigenen Erwartungen und diejenigen des Marktes angesichts der anhaltenden Belastungen durch die deutsche Energiewende auch nicht mehr sehr hoch. Bleibt vorerst für E.ON und RWE (WKN 703712) zu hoffen, dass sich die CDU/CSU und die SPD möglichst schnell auf eine für die Anbieter konventionell erzeugten Stroms weniger schädliche Energiepolitik einigen. Aber selbst damit dürften die Probleme der beiden DAX-Konzerne noch längst nicht aus der Welt sein.

In den ersten neun Monaten erzielte E.ON Umsatzerlöse von 89,3 Mrd. Euro und damit 5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das EBITDA ging um rund 19 Prozent auf 7,1 Mrd. Euro zurück. Trotz des deutlichen Ergebnisrückgangs konnten sich die Düsseldorfer über einige Fortschritte bei ihren Sparbemühungen freuen. Diese reichten aber bei weitem nicht aus, um die Schwächen im traditionellen Kraftwerksgeschäft wettzumachen. Der für die Ermittlung der Dividende maßgebliche nachhaltige Konzernüberschuss sank sogar um 53 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro.

Angesichts dieser Entwicklung hat man bei E.ON nun die Ziele für das Gesamtjahr 2013 präzisiert und beim EBITDA und dem nachhaltigen Konzernüberschuss Werte am unteren Ende der zuvor gesenkten Spannen in Aussicht gestellt. Das EBITDA soll bei 9,2 bis 9,3 Mrd. Euro liegen, nachdem zuvor mit einem Wert zwischen 9,2 bis 9,8 Mrd. Euro gerechnet worden war. Für den nachhaltigen Konzernüberschuss erwartet E.ON ein Ergebnis zwischen 2,2 und 2,4 Mrd. Euro (zuvor: 2,2 bis 2,6 Mrd. Euro).

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Auf der Habenseite konnte E.ON Fortschritte beim Sparprogramm und dem Schuldenabbau verbuchen. Zudem kommt der Ausbau des Geschäfts in Wachstumsmärkten wie Brasilien oder der Türkei voran, die in naher Zukunft keinen für E.ON nachteiligen Schwenk in der Energiepolitik vollziehen dürften. Zudem bleibt die Hoffnung auf mögliche Schritte der kommenden Bundesregierung oder der EU zur Eindämmung der Subventionen für Erneuerbare Energien. Allerdings bleibt es Zweifelhaft, ob dies ausreicht, um eine nachhaltige Trendwende bei der E.ON-Aktie einzuleiten.

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Bildquelle: Pressebild E.ON UK


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