Volkswagen bläst zum Angriff

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Bildquelle: Pressefoto Volkswagen

Mit dem Zahlenwerk zum dritten Quartal konnte Volkswagen (WKN 766403) niemanden so richtig vom Hocker reißen. Allerdings zeigt die jüngste Rekordjagd der VW-Vorzugsaktie, dass die Anleger von einem Jahresendspurt der Wolfsburger, der Stabilisierung des europäischen Automarktes und dem Sprung von Europas größtem Autobauer auf die Weltmarktspitze bis 2018 überzeugt zu sein scheinen.

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Bei der Veröffentlichung der Ergebnisse für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres am 30. Oktober konnte Volkswagen die Jahresprognose trotz des anhaltend schwierigen Marktumfeldes in Europa bestätigen. Demnach soll am Jahresende wie im Vorjahr mindestens ein Betriebsgewinn von 11,5 Mrd. Euro zu Buche stehen. Allerdings wird sich Europas größter Autobauer im Schlussquartal sputen müssen, um den Vorjahreswert beim operativen Ergebnis zu erreichen. Immerhin lag dieser nach neun Monaten mit 8,56 Mrd. Euro noch unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 8,86 Mrd. Euro. Trotzdem scheinen die Anleger überzeugt zu sein, dass die Wolfsburger die selbst gesteckten Ziele erreichen werden. Schließlich verhalfen sie der im DAX notierten Vorzugsaktie zuletzt zu einem frischen Allzeithoch.

Wesentlich einfacher dürfte es für VW werden die anderen Ziele wie einen Umsatzanstieg im Vergleich zu 2012 und einen Absatzzuwachs zu erreichen. Laut Unternehmensangaben konnte VW die weltweiten Absätze zwischen Januar und September im Vergleich zum Vorjahr bereits um 4,8 Prozent auf etwa 7,2 Millionen Fahrzeuge steigern. Zudem konnte auf Neun-Monats-Sicht vor allem dank des starken China-Geschäfts ein leichter Umsatzanstieg von 144,2 Mrd. Euro im Vorjahr auf nun 145,7 Mrd. Euro verzeichnet werden. Ein höherer Zuwachs wurde unter anderem durch negative Wechselkurseffekte verhindert. Allerdings konnte sich Volkswagen, das bekanntermaßen das Ziel ausgerufen hat, bis 2018 die Weltmarktführerschaft zu übernehmen, über einen Marktanteilszugewinn auf 12,7 Prozent freuen.

Im dritten Quartal konnten die negativen Währungseinflüsse jedoch nicht ausgeglichen werden, so dass die konzernweiten Erlöse zwischen Juli und September um 3,8 Prozent auf 46,99 Mrd. Euro schrumpften. Gleichzeitig wird VW den Schrumpfkurs bei den Absätzen seiner Kernmarke auf dem wichtigen US-Markt auf dem Weg zur weltweiten Nummer eins beenden müssen. Während die Premium-Töchter Audi und Porsche auch im Oktober, wie fast alle anderen Hersteller auf dem boomenden US-Markt Absatzzuwächse verzeichnete, fielen die Verkaufszahlen bei Volkswagen um satte 18 Prozent auf 28.129 Autos. Dies war nun schon der siebte Rückgang in Folge. Seit Jahresbeginn steht somit ein Absatzrückgang um rund 4 Prozent auf 343.000 Autos zu Buche.

In den USA hinkt Volkswagen hinter seinen größten Konkurrenten General Motors und Toyota hinterher. Dagegen zeichnet sich auf dem größten europäischen Markt eine Stabilisierung ab, die auch den Massenherstellern wie VW zugutekommen sollte. Laut Angaben des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) vom 4. November wurden in Deutschland im Oktober 265.441 Autos neu zugelassen, ein Plus von 2,3 Prozent. Allerdings wurden seit Jahresbeginn mit 2,48 Millionen Fahrzeugen 5,2 Prozent weniger Fahrzeuge als vor einem Jahr verkauft. Das Minus konnte jedoch von einem Wert von 6,0 Prozent Ende September nach unten geschraubt werden.

Spekulative Anleger, die deshalb steigende Kurse bei der Volkswagen-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DX62LU) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,50, die Knock-Out-Schwelle bei 144,00 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DX7KSS, aktueller Hebel 3,40; Knock-Out-Schwelle bei 234,60 Euro) auf fallende Kurse bei der Volkswagen-Aktie setzen.

Stand: 07.11.2013/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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