K+S-Aktie: Schlag unter die Gürtellinie

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Lader im Einsatz unter Tage Bildquelle: Pressebild K+S

Zum Ende der vergangenen Woche setzte die Aktie des Salz- und Düngemittelherstellers K+S (WKN KSAG88) zu einer deutlichen Erholung an, die das Papier sogar wieder über die Marke von 21 Euro führte. Der Grund waren fast schon euphorische Aussagen des Uralkali-Vertriebschefs Oleg Petrov zur erwarteten Entwicklung des Kali-Marktes im kommenden Jahr und einer Preisstabilisierung in China. Doch nun scheint es schon wieder mit Herrlichkeit für die K+S-Aktie vorbei zu sein.

Einer der Gründe ist die Absenkung der Bonitätsnote für K+S durch die US-Ratingagentur Moody’s. Statt „Baa2“ lautet die Note nur noch „Ba1“. Sie befindet sich somit auf dem so genannten „Ramschniveau“. Laut Moody’s-Einschätzung sind Anleihen von K+S nichts mehr für auf Sicherheit bedachte Investoren, sondern nur noch etwas für spekulativ eingestellte Anleger. Als Begründung wird die aktuelle Unsicherheit über die Preisentwicklung auf dem weltweiten Pottasche-Markt angeführt. Diese könnte laut Moody’s, K+S dazu zwingen, zusätzliche Schulden aufzunehmen.

Wenig hilfreich waren zuletzt aber auch die enttäuschenden Ergebnisse zum dritten Quartal des US-Konkurrenten Mosaic (WKN A1JFWK). Aufgrund der Turbulenzen am Kali-Markt, der Kaufzurückhaltung vieler Kunden und geringerer Preise, wies das in Plymouth, Minnesota beheimatete Unternehmen einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr von 27,8 Prozent auf 1,91 Mrd. US-Dollar aus. Der Nettogewinn fiel sogar um 70,2 Prozent auf 124,4 Mio. US-Dollar. Damit blieb das Unternehmen unter den Markterwartungen. Allerdings konnte Mosaic mit einem positiven Ausblick wenigstens einen kleinen Hoffnungsschimmer liefern.

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In Sachen K+S-Aktie müssen sich Anleger trotzdem wohl bis zum 14. November gedulden, bis die Kasseler ihre jüngsten Quartalsergebnisse und eine Markteinschätzung für den aus den Fugen geratenen Kali-Markt abliefern. Allerdings wird K+S alleine, selbst mit beruhigenden Worten zur eigenen Geschäftsentwicklung und den Markterwartungen für 2014,  nicht in der Lage sein, alle Unsicherheiten auszuräumen, die sich zuletzt am Akli-Markt gebildet haben. Dies wird erst möglich sein, wenn es Klarheit über Preise oder eine möglich neue russisch-weißrussische Vertriebsallianz gibt. Bis dahin wir der Kurs der K+S-Aktie von weiteren Spekulationen bestimmt werden.

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Bildquelle: Pressebild K+S


5 KOMMENTARE

  1. Ein Schelm, wer einen Zusammenhang mit den großen Leerverkaufsbeständen der Hedge-Fonds vermutet…

    Diese erhebliche Herabstufung entbehrt ja wohl jeder Grundlage. Bin mal gespannt, ob die BaFin sich das mal genauer ansieht.

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