Facebook: Vorschusslorbeeren doch nicht gerechtfertigt?

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Bildquelle: Facebook

Die Anleger werden wohl noch eine Weile benötigen, um die Turbulenzen im Zuge der Veröffentlichung der jüngsten Geschäftsergebnisse von Facebook (WKN A1JWVX) zu verdauen und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die nackten Zahlen für die Zeit zwischen Juli und September waren beeindruckend. Allerdings hat das von Mark Zuckerberg gegründete soziale Netzwerk gleichzeitig einige Fragen aufgeworfen, ob denn die Vorschusslorbeeren vonseiten der Investoren tatsächlich gerechtfertigt sind.

Bei den Umsatzerlösen konnte Facebook im dritten Quartal im Vorjahresvergleich einen deutlichen Zuwachs um 60 Prozent auf 2,02 Mrd. US-Dollar verbuchen. Auf Analystenseite hatte man lediglich mit einem Wert von 1,91 Mrd. US-Dollar gerechnet. Auch beim bereinigten EPS lag man mit 25 Cents deutlich über den Markterwartungen von 19 Cents und dem Vorjahreswert von 12 Cents. Der Nettogewinn lag bei 425 Mio. US-Dollar gegenüber einem Verlust von 59 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum.

Diesen Erfolg hatte das Unternehmen einmal mehr der positiven Entwicklung der Werbeeinnahmen auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablet-PCs zu verdanken. Rund 49 Prozent der gesamten Werbeeinnahmen wurden nun auf solchen Geräten erzielt, im Vorquartal waren es noch 41 Prozent. Die gesamten Werbeeinnahmen konnten sogar um satte 66 Prozent nach oben geschraubt werden.

Angesichts dieser Erfolge ist es wohl auch wenig verwunderlich, dass die Analysten der Citigroup ihr Kursziel für die Facebook-Aktie noch einmal von 55 auf 57 US-Dollar angehoben haben und das Papier zum Kauf empfehlen. Während man auf Analystenseite von den Wachstumsaussichten im mobilen Geschäft und neuen Angeboten wie der geplanten Video-Werbung überzeugt ist, lieferte Facebook gestern Abend aber auch einige Gründe zur Sorge.

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Facebook schafft es nun immer mehr seine große Nutzerzahl in Werbegelder umzumünzen, allerdings scheint man auf Unternehmensseite nicht bereit zu sein, die geliebten Nutzer mit zu viel Werbung zu vergraulen. Gleichzeitig lieferte das Unternehmen einige Anzeichen, dass gerade jüngere Nutzer langsam genug von Facebook bekommen könnten. Zudem hat eine Studie von Forrester Research die Frage nach dem Nutzen der Anzeigen auf Facebook für die Werbekunden erneut aufgeworfen.

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