Wacker Chemie: Nur ein schwacher Trost

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Bildquelle: Pressefoto Wacker Chemie AG

Wacker Chemie (WKN WCH888) konnte seine Jahresprognose bestätigen. Allerdings ist dies nur ein schwacher Trost, denn der Spezialchemiekonzern und Halbleiterzulieferer musste im dritten Geschäftsquartal einen deutlichen Gewinneinbruch hinnehmen. Zudem wurden die Analystenerwartungen sowohl beim Ergebnis als auch bei den Konzernumsätzen verfehlt, so dass die Aktie von Wacker Chemie am Donnerstagvormittag mit deutlichen Kursverlusten weit abgeschlagen am Ende des MDAX notiert.

Der Nettogewinn schrumpfte zwischen Juli und September gegenüber dem Vorjahresquartal um satte 81 Prozent auf 5,4 Mio. Euro. Dabei machten sich insbesondere die niedrigen Preise für Solarsilicium bemerkbar. Sie lagen laut Unternehmensangaben um etwa ein Drittel unter dem Niveau des Vorjahres. Wenigstens nutzten die Käufer die niedrigeren Preise zu einer etwas höheren Nachfrage, allerdings führten der Preisverfall bei Solarsilicium und Halbleiterwafer sowie negative Währungseinflüsse zu einem leichten Umsatzrückgang im Vorjahresvergleich um 3 Prozent auf 1,17 Mrd. Euro.

Die Anleger zeigten sich über das Zahlenwerk enttäuscht. Da half es dann auch nichts, dass Wacker die Umsätze gegenüber dem Vorquartal steigern und die Jahresprognose 2013 bestätigen konnte. Demnach wird mit einem Konzernumsatz von rund 4,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,63 Mrd. Euro) gerechnet. Das EBITDA wird unter dem Wert des Vorjahres (795 Mio. Euro) erwartet, während das Jahresergebnis positiv ausfallen soll.

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Mit den enttäuschenden Ergebnissen für das dritte Quartal dürfte sich bei der Aktie von Wacker Chemie zunächst einmal die Sache mit der jüngsten Erholung erledigt haben. Daher rät man beispielsweise bei der DZ Bank weiterhin das Papier zu verkaufen. Grund sei die Bilanz zum dritten Quartal, die die Markterwartungen verfehlt habe. Gleichzeitig schaffte es das Unternehmen nicht von einem neuerlichen Solarboom zu profitieren, so dass die jüngste Kursrallye, die auch der Hoffnung auf bessere Geschäftsergebnisse geschuldet war, erst einmal ersticken könnte.

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Bildquelle: Pressefoto Wacker Chemie AG


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