Studie gibt Einblick über die Sorgen und Ängste der Deutschen

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Welche Sorgen beschäftigen die Deutschen? Wovor haben die Menschen hierzulande Angst? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine aktuelle Untersuchung der R+V Versicherung, die bereits seit 20 Jahren die Ängste der Deutschen erforscht und in ihren Untersuchungsergebnissen aufzeigt.

Die wichtigsten Ängste 2013 im Überblick

In der Studie „Die Ängste der Deutschen 2013“, die kürzlich von der R+V Versicherung veröffentlicht wurde, gaben 2.400 Menschen in Deutschland Auskunft darüber, welche Sorgen und Ängste sie im Alltag beschäftigen. Dabei wurde deutlich, dass es vor allem die Angst vor steigenden Lebenshaltungskosten ist, die die Menschen beschäftigt.

Die sieben größten Ängste der Deutschen 2013
Quelle: ruv.de

Ebenfalls groß ist die Angst vor Naturkatastrophen wie dem Hochwasser im Juni 2013, das in nur wenigen Tagen Schäden in Millionenhöhe verursachte. Persönliche Ängste wie etwa die Angst vor einem Pflegefall im Alter, vor einer schweren Erkrankung oder Terrorismus nehmen ebenfalls einen großen Stellenwert ein. Dies zeigt, dass sich viele Menschen vor allem um ihr persönliches Wohl sowie um das Wohl ihrer Familie sorgen. Die Angst, unsere Politiker könnten mit ihrer Arbeit überfordert sein, nahm hingegen im Vergleich zum vergangenen Jahr um gut zehn Prozent ab.

Neue Fragen zur Euro-Schuldenkrise

Die Studie zu den Ängsten der Deutschen wird jährlich seit 20 Jahren durchgeführt und zeigt dabei auch, welche Veränderungen sich hinsichtlich der Sorgen und Ängste der Bundesbürger ergeben. Um auch neue Entwicklungen aufzugreifen, stellt die Organisation seit nunmehr drei Jahren zusätzliche Fragen zur Euro-Schuldenkrise, die sich etwa mit der Gefährdung des Euro beschäftigen. Dabei wird deutlich, das gut 68 Prozent der Befragten Sorge haben, die Bewältigung der Schuldenkrise mittragen und mit finanzieren zu müssen.

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Quelle: ruv.de

Ebenfalls sehr hoch ist die Angst der Menschen, dass die aktuelle Krise den Euro gefährden könnte. Diese Furcht beschäftigt gut 53 Prozent der Befragten. Gegenüber 2012 hat diese Angst jedoch stark abgenommen. Vor einem Jahr fürchteten noch 65 Prozent der Menschen, dass der Euro keine Zukunft mehr haben könnte. Somit zeigt sich, dass viele Bürger davon ausgehen, dass die Krisenbewältigung der Euro-Staaten zügig voranschreitet und die Risiken weitgehend bewältigt werden konnten. Auch die Angst vor einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage beschäftigt nur noch gut 50 Prozent.

Krise in Europa wird unterschätzt

Diese Studienergebnisse zeigen allerdings, dass die Staats-Schuldenkrise in Europa und den USA falsch eingeschätzt wird. Nach wie vor sind sowohl die USA wie auch die südeuropäischen Staaten enorm verschuldet und können nur durch eine expansive Geldpolitik der Notenbanken überleben. Diese Geldpolitik jedoch wird über kurz oder lang zu einer Geldentwertung führen, die auch die Schulden der Staaten sinken lässt. Diese Geldentwertung jedoch wird zu steigender Inflation und damit nicht nur, wie von vielen Deutschen befürchtet, zu steigenden Lebenshaltungskosten, sondern auch zu einer Entwertung von Geldvermögen führen.

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Quelle: ruv.de

Immerhin fürchten 49 Prozent der Befragten die Reduzierung ihres Vermögens durch Inflation und niedrige Zinsen. Dieser Entwertung kann lediglich durch Investitionen in Sachwerte entgegen gewirkt werden, die auch bei höherer Inflation wertbeständig bleiben.

Über den Autor

google-Authorship-Portrait-dunkel---TimTim Schieferstein ist Gründer und Geschäftsführer der Fondsvermittlung24.de Geschlossene Beteiligungen GmbH mit Sitz in Wiesbaden. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Fondsvermittlung24.de GmbH und fokussiert sich auf die Vermittlung von geschlossenen Beteiligungen an Anleger, die eigenständig ihre Anlageentscheidungen treffen und keine Anlageberatung wünschen. Als gelernter Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK) beobachtet er fortlaufend das wirtschaftliche Geschehen sowie deren Auswirkung auf das Anlageverhalten der deutschen Groß- und Kleinanleger.


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