RWE-Aktie: Angst vor Blackouts als Kurstreiber?

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Bildquelle: Pressefoto RWE

Gerade haben die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD so richtig Fahrt aufgenommen, da setzt der Chef des Energieversorgers RWE (WKN 703712), Peter Terium, die Parteien unter Druck. Der Chef der deutschen Nummer zwei hinter E.ON (WKN ENAG99) warnt angesichts weiterer Kraftwerksabschaltungen vor Stromausfällen in ganz Europa. Daher möge die Politik doch bitte einschreiten und die großen Versorger vor den Folgen der Energiewende schützen. Warten wir es einmal ab, ob dieser Appell und die erwarteten Veränderungen bei der deutschen Energiepolitik seitens der kommenden Bundesregierung tatsächlich die Aktien von E.ON und RWE aus dem Jammertal befreien können.

„Schon in den vergangenen beiden Wintern war die Lage angespannt. Nun gehen überall in hohem Tempo weitere Anlagen vom Netz“, sagte Terium der „Süddeutschen Zeitung“. Zudem würde das Wachstum nach Europa zurückkehren, was den Strombedarf erhöhen und ihm wirklich Sorgen bereiten würde. Für die Energieversorger bleibt somit auf die neue Bundesregierung und mögliche Änderungen an der Subventionspolitik gegenüber den erneuerbaren Energien zu hoffen. Angesichts des Erfolgs des aus Sonnenenergie oder Windkraft gewonnenen Stroms und der fallenden Preise an den Strombörsen, laufen die Kohle- und Gaskraftwerke immer seltener und werden daher unrentabel.

Laut Terium würden 30 bis 40 Prozent der Anlagen Verluste schreiben, weshalb beispielsweise RWE in Deutschland rund 3.100 Megawatt vom Netz nehmen will. Allerdings seien bei den Essenern nach den Aussagen Teriums weitere Sparbemühungen „unvermeidbar“. Wie gut für die Versorger, dass sich wenigstens wie zunächst befürchtet, die Grünen nicht an einer möglichen Regierungsbildung beteiligen, sondern die SPD, die mit der Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen Hannelore Kraft eine vehemente Streiterin für Kohle und die Jobs in ihren Reihen haben.

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Allerdings bieten sich für Investoren derzeit im Bezug auf die Versorgertitel noch zu viele Unsicherheiten, obwohl die günstigen Bewertungen durchaus verlockend sind. Diese sind aber auch natürlich Ausdruck eines Trends, der ihnen immer weiter den Boden für ihr Geschäftsmodell mit großen Kraftwerken entzieht. Zudem prophezeit Terium dem europäischen Energiesektor noch eine große Konsolidierungswelle. Im Zuge dessen ist es noch nicht abzusehen, welche Konzerne am Ende überleben werden.

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Bildquelle: Pressefoto RWE

 


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