Amazon: Wachstumstempo befeuert Kursfantasien

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Bildquelle: Pressefoto Amazon.de

Beim weltgrößten Online-Händler Amazon (WKN 906866) standen auch im dritten Quartal Verluste zu Buche. Immerhin muss der Wachstumskurs und der Bau von Versandzentren irgendwie finanziert werden. So lange die Umsätze kräftig wachsen ist dies auch kein Problem – und wie die Kursexplosion der Amazon-Aktie am Donnerstagabend sowie der Sprung auf ein neues Allzeithoch zeigen, ist mit den Wachstumszahlen aus Anlegersicht derzeit alles in Butter.

Im dritten Quartal schaffte es Amazon die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 17,1 Mrd. US-Dollar nach oben zu schrauben. Mit einem solch deutlichen Zuwachs hatte die Analystenzunft nicht gerechnet. Zudem überzeugte der Ausblick auf das angelaufene Weihnachtsquartal umso mehr, da der Rivale eBay (WKN 916529) mit seinen Prognosen die Marktteilnehmer enttäuscht hatte. Während Amazon Umsatzerlöse von 23,5 bis 26,5 Mrd. US-Dollar in Aussicht stellt, rechnet man bei den Analysten im Schnitt mit einem Wert von 25,89 Mrd. US-Dollar.

Erfreulich fiel dieses Mal auch die Tatsache aus, dass Amazon den Nettoverlust von 274 Mio. US-Dollar im Vorjahr auf 41 Mio. US-Dollar senken konnte. Operativ wurde ein Verlust von 25 Mio. US-Dollar gegenüber einem Minus von 28 Mio. US-Dollar im Vorjahr ausgewiesen. In diesem Fall schnitt das Unternehmen besser ab, als es selbst vorhergesagt hatte. Zuvor hatte Amazon ein Minus von 65 bis 440 Mio. US-Dollar in Aussicht gestellt. Dagegen liefert die Prognose für das vierte Quartal keine großen Erkenntnisse. Laut Unternehmenseinschätzung kann das operative Ergebnis im Schlussquartal 2013 überall zwischen -500 und +500 Mio. US-Dollar ins Ziel kommen.

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Ob es jedoch mit der Rekordjagd des Amazon-Aktienkurses weitergeht, dürfte sich erneut eher an den Wachstumszahlen entscheiden. Immerhin scheinen sich die Anleger, Analysten und das Amazon-Management damit abgefunden zu haben, dass das Unternehmen keine Gewinne zu erzielen braucht.

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Bildquelle: Pressefoto Amazon.de


2 KOMMENTARE

  1. Der Laden steiugt doch nur, weil der Rest des Marktes steigt. Wenns bald wieder runter geht, fallen auch die trotz allem Wachstum.

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