Roche & Novartis: Alles beim Alten

2
Bildquelle: Pressefoto Roche

In letzter Zeit waren wieder vermehrt Stimmen aus der Schweiz zu vernehmen, die sich einen Zusammenschluss von Roche (WKN 855167) und Novartis (WKN 904278) und somit die Schaffung eines schweizerischen Megakonzerns in der Pharmabranche wünschen. Trotz aller möglichen Synergieeffekte und der noch engeren Zusammenarbeit bei der Medikamentenentwicklung, als sie bereits heute stattfindet, sind auch die Wünsche von Roche, sich von dem ungeliebten Partner freizukaufen, nicht zu unterschätzen. Da aber Novartis auch nicht auf die gewinnbringende Beteiligung von rund einem Drittel der stimmberechtigten Roche-Inhaberaktien verzichten möchte, dürfte vorerst alles beim alten bleiben.

Bildquelle: Pressefoto Novartis

Laut Roche-Chef Severin Schwan hat sich hinsichtlich Roches Position gegenüber Novartis nichts geändert. So hätten die Familien Hoffmann und Oeri – die die Mehrheit der Roche-Stimmrechte halten wiederholt ihren Willen zur Unabhängigkeit von Roche zum Ausdruck gebracht. Damit fing Schwan die Gerüchte um eine Fusion der beiden Pharmakonzerne wieder ein, nachdem er die Gerüchte erst jüngst wieder angeheizt hatte.

Allerdings dürfte Novartis angesichts der Attraktivität der Beteiligung möglicherweise auch nicht wollen, dass Roche sich freikauft. Wie attraktiv die Beteiligung ist, zeigte sich unter anderem an den jüngsten Quartalsergebnissen von Roche. Im dritten Quartal wurden die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr währungsbereinigt um 8 Prozent auf 11,6 Mrd. Schweizer Franken (CHF) gesteigert. Auf Neun-Monats-Sicht lag das Umsatzplus bei 6 Prozent.
Immerhin würde auch ein Freikaufen Roches Sinn machen. Denn Roche könnte mit dem Rückkauf seiner Aktien die Aktionäre erfreuen. Zudem würde das Unternehmen wieder mehr Handlungsfreiheit gewinnen. Novartis könnte wiederum laut einer Berechnung der Research-Abteilung der Société Générale den durch den Anteilverkauf entstandenen Verzicht auf Ausschüttungen durch Sonderdividenden und/oder Aktienrückkäufe mehr als wettmachen. Trotzdem scheint derzeit eine Beibehaltung des Status quo am wahrscheinlichsten.

Anleger, die auf beide Aktien setzen wollen, können sich einfach Novartis-Papiere zulegen und letztlich von der Performance beider Papiere profitieren. In den letzten 12 Monaten waren die Roche-Genussscheine aber dennoch die bessere Wahl. Doch das muss nicht so bleiben.

Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen Wochen-Newsletter an. Immer samstags gehen wir in unserem bekannten und prämierten Blogstil auf unserer Meinung nach wichtige Themen der Woche ein und liefern Ihnen einen Markt-Roundup sowie Ausblick und Produkt-Informationen aus der D-A-CH-Region. Hier kostenlos anmelden – Ihre Mail-Adresse wird von uns nicht weitergegeben.

Bildquelle: Pressefoto Roche

Die derzeit beliebtesten Artikel:


2 KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here