Nestlé lässt Wachstumsdelle hinter sich

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Bildquelle: Pressefoto Nestlé

War das die erhoffte Wende? Nachdem der weltgrößte Nahrungsmittelhersteller Nestlé (WKN A0Q4DC) seit mehr als einem Jahr mit einer Wachstumsschwäche zu kämpfen hatte, zog die Wachstumsdynamik im dritten Quartal gegenüber dem ersten Halbjahr 2013 an. Dabei lässt insbesondere die gesteigerte Kauflust der Kunden in den Emerging Markets hoffen, dass die Nestlé-Aktie zu einer neuen Rekordjagd ansetzen kann.

In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz von Nestlé um 4,0 Prozent auf 68,4 Mrd. Schweizer Franken (CHF). Das organische Umsatzwachstum lag bei 4,4 Prozent. Dabei machte sich einmal mehr die Kaufzurückhaltung der Konsumenten in Europa bemerkbar. In dieser Region konnte Nestlé lediglich ein Plus von 0,9 Prozent vorweisen, das organische Wachstum in Nord- und Südamerika lag dagegen bei 5,1 Prozent und in Asien, Ozeanien und Afrika sogar bei 6,9 Prozent. Damit waren die Schwellenländer einmal mehr der Wachstumsmotor bei den Schweizern. Während das organische Umsatzwachstum in den Industrieländern lediglich 1,1 Prozent betragen hatte, konnte in den aufstrebenden Märkten insgesamt ein Umsatzplus von 8,8 Prozent erzielt werden.

Auch wenn Nestlé mit seinen Ergebnissen zum dritten Quartal ein wenig unter den Analystenerwartungen geblieben ist, machte die Aktie am Donnerstagvormittag einen deutlichen Satz nach oben. Immerhin konnte die Wachstumsdynamik im Vergleich zum ersten Halbjahr gesteigert werden. Zwischen Januar und Juni 2013 lag das organische Umsatzplus noch bei 4,1 Prozent. Gleichzeitig soll das Jahresziel eines Zuwachses um 5 Prozent erreicht werden können. Zudem stellt das Unternehmen eine Verbesserung der Marge, des nachhaltigen Gewinns pro Aktie bei konstanten Wechselkursen und eine Verbesserung der Kapitaleffizienz in Aussicht.

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Mit der anziehenden Wachstumsdynamik in den Schwellenländern könnte auch die Nestlé-Aktie ihre durch die jüngste Umsatzschwäche ausgelöste Talfahrt beenden und zu einer neuerlichen Rekordjagd blasen, nachdem sich das Papier mittlerweile um rund 10 Prozent vom Allzeithoch bzw. Jahreshoch entfernet hatte. Allerdings dürfte das 2014er-KGV von 17 einigen Anlegern zu teuer erscheinen. Neben Nestlé gibt es aber auch weitere ertragreiche Aktien, die bereits heute mit einer deutlich höheren Wachstumsdynamik aufwarten können und zudem günstiger bewertet sind. Dazu lohnt sich ein Blick in unseren Shop.

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Bildquelle: Pressefoto Nestlé


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