Kabel Deutschland: Schlechte Nachrichten zum Schluss

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Bildquelle: Pressefoto Kabel Deutschland

Eigentlich hätte die heutige Hauptversammlung von Kabel Deutschland (WKN KD8888) eine fröhliche Abschiedsveranstaltung werden sollen, schließlch sicherte sich Vodafone (WKN A0J3PN) jüngst die für eine Komplettübernahme notwendige 75-Prozent-Mehrheit. Doch statt Feierlaune, dürften die verbliebenen Aktionäre eher düster drein blicken, denn am Vorabend kappte der MDAX-Konzern seine Umsatzprognose und erklärte, dass man derzeit keinen Ausblick auf die Dividende des laufenden Geschäftsjahres geben könne.

Vor dem Hintergrund der Wachstumsdelle beim Umsatz des ersten Quartals und auf Basis des Halbjahres-Reviews sieht sich Kabel Deutschland veranlasst, den um die Einspeiseentgelte der öffentlich-rechtlichen
Rundfunkanstalten bereinigten Umsatzausblick für das laufende Geschäftsjahr von bisher rund 8 Prozent auf 5 bis 6 Prozent Wachstum für das gesamte Geschäftsjahr zurückzunehmen.

Doch es kommt noch dicker. Die Übernahme durch Vodafone verursacht verschiedene außerplanmäßige Aufwendungen in einer Gesamthöhe von rund 205 Mio. Euro, die sich auf den Jahresüberschuss von Kabel Deutschland auswirken werden. Hier handelt es sich insbesondere um die Abschreibung aktivierter steuerlicher Verlustvorträge, die durch die Vodafone-Übernahme voraussichtlich nicht mehr steuermindernd genutzt werden können.

Die Aktionäre, die sich in Erwartung einer ordentlichen Abfindung, weiter an die Kabel Deutschland-Aktie klammern, könnten am Ende in die Röhre schauen. Sollte sich das Geschäft von Kabel Deutschland nicht deutlich verbessern, könnte Vodafone mit Hinweis darauf an seinem bisherigen Angebot festhalten. Zudem steht die Dividende von bislang 2,50 Euro je Aktie auf der Kippe. Kabel Deutschland erklärte dazu, dass man vor dem Hintergrund der Übernahme durch Vodafone sowie der negativen Auswirkungen auf den Jahresüberschuss derzeit keinen Ausblick auf die Aktionärsvergütung für das laufende
Geschäftsjahr 2013/14 (zahlbar in 2014) geben kann.

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Bildquelle: Pressefoto Kabel Deutschland


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