Markenartikelunternehmen: Mit starken Marken verdienen

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Bildquelle: Pressefoto Börse Stuttgart

13 Jahre lang stand Coca-Cola im Ranking der weltweit wertvollsten Konzerne an der Spitze. Nun hat Apple den Getränkehersteller von Platz eins verdrängt. Nach der Rangliste des US-Beratungsunternehmens Interbrand gilt der angebissene Apfel mit 98,32 Mrd. Dollar als wertvollste Marke der Welt. Coca-Cola musste hingegen auch dem Internetkonzern Google Platz machen und rutschte auf Position drei ab.

Auch beim BrandZ-Markenwertranking des Marketing- und Marktforschungsunternehmens Millward Brown liegt Apple ganz vorne – hier sogar schon das vierte Mal in Folge. Den Berechnungen zufolge ist die Marke des iPhone-Herstellers 185,1 Mrd. Dollar wert. „Die Marke Apple genießt aufgrund der einzigartigen Innovationskraft bei den Konsumenten große Wertschätzung“, sagt Bernd Büchner, Geschäftsführer von Millward Brown in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die BrandZ-Studie analysiert auf Basis von Finanzkennzahlen sowie Markt- und Verbraucherforschungsdaten die wertvollsten Marken der Welt. Aus Anlegersicht sind diese Informationen äußerst wertvoll. Denn die Markenartikler zeichnen sich nach Berechnungen von BrandZ durch enorme Wertsteigerungen aus: Während der Wert der wertvollsten börsenotierten Markenartikelkonzerne der Welt seit 2006 um 58 Prozent gestiegen ist, hat der US-Leitindex S&P 500 im gleichen Zeitraum nur um 23 Prozent zugelegt.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: „Indem der globale Wettbewerb immer weiter zunimmt und viele Wettbewerbsvorteile, wie etwa Technologien, gleichzeitig immer kurzlebiger werden, nimmt die Bedeutung der Marke für die Steigerung des Unternehmenswerts stetig zu“, konstatiert Jez Frampton von Interbrand. Das Ranking der Markenberatungsfirma dominiert eindeutig die neue Technologiewelt: Microsoft liegt auf dem fünften Rang, Samsung verbesserte sich nach einem Plus von 20 Prozent auf Platz acht, knapp vor Intel.

Auch im BrandZ-Markenranking sind Technologie- und Telekommunikationsmarken gut vertreten: In den Top 100 sind 29 Unternehmen aus diesem Sektor mit über einer Bio. Dollar Börsewert gelistet. Besonders viele „Marken-Stars“ aus dem Technologie-Bereich sind im Nasdaq 100 anzutreffen. Zertifikate auf den Auswahlindex der 100 wichtigsten US-Tech-Aktien sind ideal zur Beimischung geeignet. Tracker ohne Spread haben etwa Commerzbank (ISIN DE0007029779) und Deutsche Bank (ISIN DE0007093395) im Programm.

Neben Technologiefirmen sind auch viele Konzerne aus der Konsumgüter- und Nahrungsmittelbranche unter den wertvollsten Marken der Welt. Zum Beispiel die Schnellrestaurantkette McDonald’s: Während sich die Aktie auf Sicht von zehn Jahren ungefähr verfünffacht hat, konnten Anleger ihren Einsatz innerhalb von etwas mehr als drei Jahrzehnten sogar verhundertfachen. Auch viele andere Aktien aus dem Nahrungsmittel- und Getränkesektor hatten in den vergangenen Jahren einen Lauf. So hat der Index Stoxx Europe 600 Food & Beverage, der Papiere von europäischen Konzernen des Sektors zusammenfasst, in den vergangenen fünf Jahren ungeachtet von Euroschuldenkrise und Wirtschaftsabschwung um knapp 70 Prozent zugelegt. Ein entsprechendes Index-Zertifikat hat die UniCredit onemarkets (ISIN DE000HV16FB9) im Angebot. Der Tracker bildet die Kursentwicklung des zugrundeliegenden Auswahlbarometers eins zu eins ab.

Fazit: Das Zertifikat auf den Stoxx Europe 600 Food & Beverage bildet die Kursentwicklung des zugrundeliegenden Index eins zu eins ab. Der Basiswert setzt sich aus den wichtigsten Unternehmen der europäischen Getränke- und Nahrungsmittelbranche zusammen. Derzeit sind in dem Auswahlbarometer die Aktien von 30 Unternehmen enthalten. Darunter findet sich zum Beispiel der Schweizer Nahrungsmittelriese Nestlé, die größte Brauereigruppe der Welt Anheuser-Busch InBev und der französische Joghurthersteller Danone. Der Getränke- und Nahrungsmittelsektor reagiert relativ unempfindlich auf konjunkturelle Schwankungen. Daher ist ein Investment für risikobewusste Anleger geeignet. Ein großer Pluspunkt des Index: Netto-Dividenden werden reinvestiert. Zudem fällt keine Verwaltungsgebühr an.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressefoto Börse Stuttgart


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