Immofinanz: Starker Start gelungen

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Bildquelle: Immofinanz

Immofinanz ist als Immobilieninvestor und -entwickler tätig und zählt zu den führenden börsenotierten Immobiliengesellschaften in Europa. Der Konzern ist seit über 20 Jahren im Immobilienbereich tätig und konzentriert sich auf Top-Immobilien in den vier Assetklassen Einzelhandel, Büro, Logistik und Wohnen in acht Kernländern. Mit Engagements in den Bereichen Residential und Commercial in West- und Osteuropa sorgt die Gesellschaft für eine ausgewogene Risikostreuung.

Viele zufriedene Aktionäre fanden sich am 2. Oktober zur Hauptversammlung von Immofinanz ein. Kein Wunder: Der Immobilienkonzern ist besser in das Geschäftsjahr 2013/14 gestartet, als Analysten erwartet hatten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte im Quartal per Ende Juli um 4,7 Prozent auf knapp 200 Mio. Euro. Die Bankexperten hatten dagegen einen Rückgang um rund ein Viertel prognostiziert. Unterm Strich blieben statt wie erwartet 57 Mio. Euro satte 117,7 Mio. Euro übrig – mehr als zehn Mal so viel wie im Vorjahreszeitraum.

Im Fokus des Unternehmens stehen im laufenden Geschäftsjahr Kostensenkungen und eine bessere Cashflow-Generierung. Für Phantasie sorgt der für 2014 geplante Börsengang von BUWOG. Immofinanz geht davon aus, dass das aus Wohnimmobilien bestehende Portfolio der Tochter am Markt getrennt wesentlich höher bewertet wird als derzeit kombiniert in der Immofinanz-Gruppe. Aktuell laufen die Vorbereitungen, BUWOG im kommenden Jahr an der Börse Frankfurt listen zu lassen. Der Immofinanz-Konzern will seinen Anteil dabei in einem ersten Schritt von 100 Prozent auf unter 50 Prozent reduzieren. Die Abgabe des Mehrheitsanteils soll via Spin off oder Initial Public Offering erfolgen.

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Die Immofinanz-Aktie hat es nicht geschafft, ihren mittelfristigen Abwärtstrend zu überwinden. Die langfristige Tendenz ist aber nach oben gerichtet. Jüngst kam es zwar zu einem Kursrücksetzer der Immofinanz-Aktie. Doch ist dieser ausschließlich auf den Dividendenabschlag zurückzuführen: Am Tag nach der Hauptversammlung wurde die Ausschüttung von 0,15 Euro vom Aktienkurs abgezogen. Mit einem Mini Future Bull-Zertifikat (ISIN DE000HV73RR1) von UniCredit onemarkets können Anleger darauf setzen, dass die Immofinanz-Aktie in den kommenden Monaten vom anstehenden Börsengang der Tochter BUWOG profitieren und somit wieder anziehen wird. Das Papier hebelt Kursgewinne des Basiswerts mit dem Faktor 2,65. Der Abstand zur Knock-Out-Barriere von 2,43 Euro beträgt aktuell knapp 21 Prozent. So tief notierte der Titel zuletzt im Sommer 2012. Mit einem Mini Future Bear-Zertifikat (ISIN DE000HV75BL3) können Anleger hingegen auf fallende Notierungen wetten. Ein solches Szenario könnte zum Beispiel eintreten, wenn die Marktzinsen deutlich steigen. Der Mini Future setzt Kursverluste des Basiswerts mit einem Hebel von 4,53 in Gewinne um. Doch Vorsicht: Der K.-o.-Level liegt aktuell nicht einmal fünf Prozent über dem aktuellen Aktienkurs. Sollte der Immofinanz-Kurs die Schwelle reißen, wird das Zertifikat zum Restwert zurückgezahlt, der sich aus der Differenz des dann aktuellen Aktienkurses und dem Basiswert errechnet.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Immofinanz


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