RWE & E.ON proben den Aufstand

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Bildquelle: Pressebild E.ON

Wegen des anhaltenden US-Haushaltsstreits muss der DAX am Montag deutliche Verluste hinnehmen. Mit dem deutschen Leitindex geht es um mehr als 1 Prozent nach unten. Die einzigen, die davon nichts wissen wollen, sind die beiden Versorgertitel RWE (WKN 703712) und E.ON (WKN ENAG99), die gleich in mehrfacher Hinsicht beflügelt werden.

Bildquelle: Pressebild Dominik Zehatschek/E.ON
Bildquelle: Pressebild Dominik Zehatschek/E.ON

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, könnte es dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das Ökostrom fördert, gehörig an den Kragen gehen. In dem Bericht heißt es, dass EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia und EU-Energiekommissar Günther Oettinger unabhängig voneinander die bisherige Förderpraxis in Frage stellen wollen. Das Blatt beruft sich dabei auf internen Papieren der EU-Behörde.

Daneben gab es zur Abwechslung auch mal wieder eine positive Branchenstudie, die den Versorgertiteln einiges an Kurspotenzial bescheinigt. Die französische Investmentbank BNP
Paribas hatte RWE von „Underperform“ auf „Neutral“ hochgestuft und das Kursziel von 19 auf 26 Euro angehoben. Bei E.ON ging es von „Neutral“ auf „Outperform“ hoch. Das Kursziel für die Aktie lautet nun 16 statt 13 Euro. Daneben könnte gerade in der unsicheren Phase an den Märkten, die Zeit der defensiven Titel gekommen sein.

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Ob das nun jedoch der große Befreiungsschlag für die geprügelten Versorger war, bleibt abzuwarten. Immerhin haben die Papiere von RWE und E.ON eines gemeinsam: Aufgrund der jahrelangen Talfahrt sind sie spottbillig, während RWE in dieser Hinsicht, mit einem 2014er-KGV von 8,4 gegenüber E.ON und einem Wert von 11, die Nase vorn hat. Gleichzeitig können sich die Dividendenrenditen bei beiden Konzernen trotz der jüngsten Dividendenkürzung bei RWE immer noch mehr als nur sehen lassen.

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Allerdings sollte man auch nicht euphorisch werden, denn noch ist beim EEG alles beim alten und große Energiekonzerne haben in der deutschen Politik nicht mehr allzu viele Freunde. Da sich die Regierungsbildung in Berlin noch eine Weile hinziehen dürfte, könnte sich der aktuelle Kursaufschwung auch bald wieder als verfrüht darstellen. Dies sollte man stets berücksichtigen, wenn man in vermeintlich billige deutsche Versorger investiert. Aus langfristigen Gesichtspunkten kann ein Einstieg derzeit sinnvoll sein, aber diesen Satz hat man auch schon vor einigen Jahren gelesen und da notierten beide Aktien deutlich höher. Ertragsreichere Aktien mit weniger Risiko gibt es derweil alle mal. Dazu lohnt sich vielleicht ein Blick in unseren Shop.

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Bildquelle: Pressebild E.ON


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