EADS: Ungeahnte Möglichkeiten bei Airbus

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Bildquelle: Pressefoto EADS

Im Kampf der beiden Flugzeugbauer Airbus und Boeing (WKN 850471) um die Vorherrschaft auf dem weltweiten Flugzeugmarkt konnten sich die Amerikaner darauf verlassen, dass ihnen der japanische Markt so gut wie sicher war. Nach Jahren erfolglosen Werbens um japanische Kunden schaffte es nun die Tochter des europäischen Luft –und Raumfahrtkonzerns EADS (WKN 938914) endlich die Tür nach Japan weit aufzustoßen.

Japan Airlines (JAL) bestellte 31 Flugzeuge des Typs Airbus A350 und damit überhaupt zum ersten Mal Flieger aus dem Hause Airbus. Bisher hatten die Fluglinien aus Japan aus einer gewissen Verpflichtung nach dem zweiten Weltkrieg und großer Verflechtungen auf Zuliefererseite vor allem auf US-amerikanische Maschinen gesetzt. Aus diesem Grund war der Marktzugang für Airbus gewissermaßen beschränkt.

Neben der finanziellen Komponente – immerhin haben die bestellten Flugzeuge einen Listenpreis von 9,5 Mrd. US-Dollar – dürfte insbesondere die Symbolkraft der Bestellung aus Japan Airbus zugutekommen und weitere Flugzeugkäufe aus dem Land der aufgehenden Sonne nach sich ziehen. Zudem zeigt sich, dass Boeing immer noch mit Schwierigkeiten bei seinem Prestigemodell 787 Dreamliner, der weitere Airbus-Marktanteile gefährdete, zu kämpfen hat. Diese Probleme waren es, schließlich, die JAL als einen der ersten Kunden, die Dreamliner bestellten, an der engen Bindung zu Boeing zweifeln ließen.

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Angesichts dieses Erfolgs sollte nicht nur die jüngste Auftragsflut bei Airbus eine Fortsetzung finden, sondern auch die Rallye der im MDAX notierten EADS-Aktie. Neben der Order aus Japan konnte sich Airbus zuletzt auch über neue Bestellungen aus China, Vietnam und Singapur freuen. Gleichzeitig dürfte der Vertrag mit JAL die Chance auf einen Auftrag der Fluggesellschaft All Nippon Airways erhöhen, die im Zuge ihrer Flottenerneuerung, dem heimischen Konkurrenten nun nacheifern könnte. Angesichts dieser Entwicklung sollte die EADS-Aktie trotz des jüngsten Aufwärtstrends noch einiges an Luft nach oben haben, während die Bewertung des Papiers mit einem 2014er-KGV von 14 nicht überteuert sein dürfte.

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