K+S: Analysten bleiben skeptisch

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Lader im Einsatz unter Tage Bildquelle: Pressebild K+S

Am Kali-Markt darf möglicherweise doch noch auf eine Erneuerung der Vertriebsallianz zwischen Uralkali und Belaruskali gehofft werden. Trotzdem will die Analystenzunft mit der Aktie des Salz- und Düngemittelherstellers K+S (WKN KSAG88) nicht so recht warm werden. Einerseits hat Uralkali-Chef Wladislaw Baumgertner mit der Aufkündigung des größten Preiskartells der Branche Ende Juli schon einiges an Schaden angerichtet. Daneben hatten die Kali-Produzenten bereits zuvor mit fallenden Weltmarktpreisen zu kämpfen.

Nun hat die Schweizer Großbank UBS das Kursziel für K+S noch einmal nach unten gefahren. Statt 16 Euro lautet dieses nun 15 Euro. Die Einstufung bleibt weiterhin bei „Sell“. Der internationale Kalimarkt darbe seit dem Ausstieg des Anbieters Uralkali aus einem Vertriebskartell im Juli vor sich hin, hieß es in einer Studie vom Freitag. Der für die Studie zuständige Experte senkte daher seine Produktionsschätzungen für den Salz- und Düngemittelhersteller in der zweiten Jahreshälfte um 30 Prozent. Er reduzierte zudem seine Prognose für den diesjährigen Gewinn je Aktie um 19 Prozent.

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Somit geht es für die K+S-Aktie am Freitag trotz neuer Gerüchte um einen Eigentümerwechsel bei Uralkali und eine neue russisch-weißrussische Vertriebsallianz nach unten. Neben den Unsicherheiten am Kali-Markt und den erwarteten Preissenkungen werden viele Anleger schlicht von der wenig attraktiven Bewertung der K+S-Aktie abgeschreckt. Für einen Turnaround-Kandidaten dürfte das 2014er-KGV ruhig etwas geringer sein als 15,7.

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Bildquelle: Pressebild K+S


2 KOMMENTARE

  1. Ein KGV anzugeben, ohne den Gewinn zu kennen, macht immer Sinn :). Großartiger Artikel lach.

    Man geht also von einem Gewinn von 1,20 Euro pro Aktie aus. Bei 3,34 Euro waren die alten Gewinne bei einem Kalipreis von 418 Dollar. Man weiß also auch wie sich die leeren Lagerkapazitäten als Preistreiber für 2014 auswirken. Interessant. Fällt aber wohl schon stark unter die Kategorie „der große Houdini“. Aber ich will keinem die Freude nehmen :).

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