E.ON: Kein Licht am Ende des Tunnels

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Bildquelle: Pressebild Christian Schlüter/E.ON

Bei der Aktie von E.ON (WKN ENAG99) zeichnet sich weiterhin keine Rückkehr zum jüngsten Aufwärtstrend ab. Statt guter Nachrichten, gab es heute einmal mehr eine Klatsche von Analysten. Damit bleibt die E.ON-Aktie wohl weiter eine der schwächsten DAX-Titel.

Von Seiten der britischen HSBC wurde das Rating „Underweight“ bestätigt, zugleich jedoch das erschreckend tiefe Kursziel von 10 Euro auf etwas weniger erschreckende 11 Euro angehoben. Dennoch bleiben die Analysten bei ihrer Skepsis. Lediglich aufgrund der langfristig besseren Aussichten, wurde nun das Kursziel angehoben. Dennoch steht das aktuelle Kursziel für ein Abwärtspotenzial von 15 Prozent.

Mit Spannung richtet sich der Blick derzeit auf die deutsche Regierungsbildung. Dennoch sollte man auch hier nicht allzu große Hoffnungen haben. Die Energiewende dürfte auch von der neuen Regierung vorangetrieben werden, wodurch viele E.ON-Kraftwerke weiter Energie am Rand der Profitabilität produzieren werden. E.ON selbst könnte sich nur durch Prämien für die Vorhaltung von konventionellen Kraftwerken behaupten, doch ob das kommt darf angesichts der zuletzt durchaus chaotisch umgesetzten, und konzernfeindlichen Umsetzung der Energiewende bezweifelt werden.

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Schaut man auf den Kursverlauf, so sieht man deutlich die Hoffnung, die die Aktie vor der Bundestagswahl antrieb. Doch mit der Absehbarkeit des Wahlergebnisses schwand auch die Hoffnung wieder. Hinzu kamen die Aussagen des Wettbewerbers RWE (WKN 703712) seine Dividende kürzen zu müssen. Charttechnisch belastet derzeit zudem das Erreichen des GD200. Angesichts des schlechten Umfelds im Heimatmarkt steht E.ON besonders mit seinen internationalen Aktivitäten im Fokus. Doch auch hier läuft nicht alles rund. Insofern dürfte E.ON zwar den Wettbewerber RWE outperformen, aber bei zwei „Krücken“ ist es egal, welche man im Depot hat – Freude machen beide nicht. Von daher sollte man sich erst einmal von der Idee verabschieden, dass bei E.ON und RWE bald ein Turnaround eintritt. Da ist der bei der Commerzbank ja schon fast wahrscheinlicher… leider.

Bildquelle: Pressebild Christian Schlüter/E.ON


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