Im Fokus DAX: Rallye in Gefahr?

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Die meisten Finanzmarktteilnehmer gingen davon aus, dass die US-Notenbank bei ihrer Sitzung im September, den Einstieg in den Ausstieg aus den monatlichen Anleihekäufen verkünden würde. Doch Fed-Chef Ben Bernanke hatte einmal mehr eine Überraschung parat. Während die Entscheidung des Offenmarktausschusses, die Höhe der monatlichen Anleihekäufe vorläufig beizubehalten, anfänglich für Jubelstürme an den Börsen und Rekordstände im DAX sorgte, blieb zuletzt nur wenig von dieser Euphorie übrig. Seitdem sind einige Unsicherheiten in den Fokus der Anleger gerückt, die die Rallye gefährden könnten.

Eine dieser Unsicherheiten lag zuletzt in den noch am Beginn stehenden Koalitionsfindungen kurz nach der Bundestagswahl. Daneben haben sich in den USA einige dunkle Wolken gebildet, die uns aus der Vergangenheit bestens bekannt sind und jedes Mal drohen, die Finanzwelt zu erschüttern. Demokraten und Republikaner streiten sich einmal mehr um die Staatsausgaben und die Anhebung der Schuldenobergrenze. Möglicherweise war es der US-Haushaltsstreit, der Ben Bernanke und seine Kollegen dazu veranlasste, in weiser Voraussicht, die Märkte nicht noch mit einer etwas weniger lockeren Geldpolitik zu belasten, wenn sich doch genügend andere Risiken für den Aufwärtstrend an den Börsen bieten.

Allerdings waren es nicht nur die Streitigkeiten in Washington und deren mögliche Auswirkungen auf die US-Wirtschaft und die Aktienmärkte, die Bernanke dazu veranlasst haben, die Märkte weiter mit Liquidität vollzupumpen. Sowohl auf dem Arbeitsmarkt als auch auf dem Immobiliensektor schwächte sich die Erholung zuletzt ab. Während der Stellenaufbau jüngst unter den Markterwartungen blieb, lag die Arbeitslosenquote im August bei 7,3 Prozent und damit deutlich über der Marke von 6,5 Prozent, die die Fed als annehmbar ausgegeben hatte. Gleichzeitig verliert der Aufschwung am US-Immobilienmarkt ein wenig an Schwung. Zwar stieg der S&P/Case-Shiller-Index, der die Preisentwicklung für die Wohnhäuser in den 20 größten Metropolen abbildet, im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,39 Prozent, allerdings wurde im Vergleich zum Vormonat auf saisonal bereinigter Basis lediglich ein Anstieg um 0,62 Prozent verbucht. Dies war der fünfte Monat in Folge, in dem die Dynamik abgenommen hatte.

Auch in Deutschland lassen die Indikatoren auf eine langsame Erholung der Wirtschaft schließen. Der ifo Geschäftsklimaindex verzeichnete im September den fünften Anstieg in Folge, allerdings kletterte er im Vergleich zum Vormonat lediglich um 0,1 Punkte auf 107,6 Zähler nach oben. Schließlich scheint auch von der zwischenzeitlichen Wachstumsdelle in China nur wenig zu sehen zu sein. Der von der Großbank HSBC ermittelte Einkaufsmanagerindex für die chinesische Industrie kletterte im September in der vorläufigen Fassung im Vergleich zum Vormonat um 1,1 Zähler auf 51,2 Punkte nach oben. Damit wurde der höchste Wert seit März verzeichnet. Obwohl sich die Konjunktur allmählich erholt und damit den Aktienmärkten Auftrieb verleihen könnte, bleibt jedoch auch Vorsicht geboten, da mit dem US-Haushaltsstreit, der Koalitionsbildung in Deutschland, den Unruhen im Nahen Osten oder neuen Diskussionen um einen weiteren Schuldenschnitt für Griechenland, genügend Gefahren lauern.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse beim DAX erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutsche Bank (WKN DX032Y) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,54, die Knock-Out-Schwelle bei 6.320 Indexpunkten. Wer aber als spekulativer Anleger eher short orientiert ist und auf fallende DAX-Kurse setzen möchte, erhält mit einem Wave XXL-Put der Deutsche Bank (WKN DX0BXR, aktueller Hebel 3,27; Knock-Out-Schwelle bei 11.040 Indexpunkten) die Gelegenheit dazu.

Stand: 01.10.2013/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse


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