Deutsche Bank: Alles halb so wild

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Bildquelle: Pressebild Deutsche Bank AG

Normalerweise sind wir solche Meldungen von der Commerzbank (WKN CBK100) gewohnt, doch auch beim deutschen Aushängeschild im Finanzsektor ist noch längst nicht alles in Butter. Der Co-Chef der Deutschen Bank (WKN 514000), Anshu Jain, stellt für das dritte Geschäftsquartal ein enttäuschendes Ergebnis im Anleihegeschäft in Aussicht und sorgt damit am Donnerstag für deutliche Kursverluste bei den Bankentiteln.

„Derzeit gehen wir davon aus, dass im dritten Quartal die Erträge in Sales & Trading Dept im Vergleich zum Vorjahr signifikant sinken werden“, sagte Jain bei einer Investorenkonferenz. Damit zeigt sich aber auch wie sehr insbesondere die Finanzinstitute darauf schauen müssen, was Fed-Chef Ben Bernanke und seine Kollegen vom Offenmarktausschuss so alles fabrizieren. In der Vorwoche wurden die Marktteilnehmer fast alle auf dem falschen Fuß erwischt, als die Fed beschloss, die Anleihekäufe in Höhe von 85 Mrd. US-Dollar fortzusetzen.

Am Markt wurde jedoch damit gerechnet, dass im September der Einstieg in den Ausstieg aus den Anleihekäufen und eine Reduzierung des Volumens erfolgen würde. Gerade diese Aussicht auf eine etwas weniger lockere Geldpolitik der Fed war es, die die Renditen von US-Staatsanleihen, aber auch anderer Papiere, zuletzt in die Höhe schießen und die Kurse entsprechend abstürzen ließ. Aus diesem Grund hatten zuletzt neben der Deutschen Bank auch andere Institute wie die Credit Siusse oder Barclays über Probleme im Anleihegeschäft berichtet.

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Daneben kämpft das Institut immer noch mit den hohen Kosten, die zur Aufarbeitung der Sünden der Vergangenheit und den damit verbundenen Gerichtsprozessen, anfallen. Für Investoren bietet sich trotzdem angesichts einer sehr günstigen Bewertung die Möglichkeit von einer Erholung der Aktie der Deutschen Bank zu profitieren. Immerhin gibt es nicht wenige Analysten, die die Risiken gerade im Hinblick auf den deutschen Branchenprimus für zu übertrieben halten.

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Ansichten Handelsraum der Deutschen Bank in Frankfurt am Main am Donnerstag, 10.12.2009


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