K+S: Rette sich wer kann – Teil 3

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Bildquelle: Pressebild K+S

Auch am Donnerstagvormittag steht die Aktie des Salz- und Düngemittelherstellers K+S (WKN KSAG88) im Fokus des Anlegerinteresses. Dabei sind es erneut weniger Nachrichten, die vom DAX-Unternehmen selbst produziert wurden, sondern vielmehr über seine Konkurrenten und die gesamte Kali-Branche. Bei den Kasselern gilt vielmehr das Motto „abwarten und Tee trinken“ und der Dinge harren, die da noch aus Russland, Weißrussland oder Kanada kommen. Für den Aktienkurs ist das aber derzeit alles andere als positiv.

Wie der Anwalt des Uralkali-Chefs Wladislaw Baumgertner am Donnerstag in Minsk mitteilte, wurde der „Unruhestifter“ und Auslöser der Turbulenzen am Kali-Markt nun aus der Untersuchungshaft entlassen und unter Hausarrest gestellt. Da an den Finanzmärkten derzeit darüber spekuliert wird, ob Uralkali und der frühere weißrussische Partner nicht vielleicht doch Frieden schließen und zu einer Vertriebspartnerschaft zurückkehren könnten, spielen der Uralkali-Hauptaktionär Suleiman Kerimow und Baumgertner eine entscheidende Rolle. Immerhin werden sie hauptsächlich für die Aufkündigung der Belarusian Potash Company (BPC) und die Ausrufung einer Menge-vor-Preis-Strategie verantwortlich gemacht. Zuletzt hatte Uralkali für Unruhe gesorgt, nachdem sich eine Tochter des chinesischen Staatsfonds China Investment Corp (CIC) einen Anteil von 12,5 Prozent an dem russischen Konzern gesichert hatte.

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Während sich in der spannenden Kali-Saga fast täglich neues tut, hat sich für Anleger im Hinblick auf die K+S-Aktie nur wenig verändert. Derzeit bleiben einfach zu viele Unsicherheiten, als dass man ruhigen Gewissens auf ein Comeback des Papiers setzen könnte. Selbst bei einer zufriedenstellenden Klärung der Situation um die Verhaftung Baumgertners, eines Verkauf der Anteile Kerimows und einer neuen russisch-weißrussischen Vertriebsallianz bleiben Unsicherheiten wie der Markteintritt großer Player wie BHP Billiton (WKN 908101) in den Kali-Markt, die drohenden Überkapazitäten oder die abnehmende Wachstumsdynamik in den Schwellenländern. Charttechnisch ist die Lage dagegen nicht so ernst, wie man hier sehen kann.

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Bildquelle: Pressebild K+S


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