Im Fokus: Der IKEA Billy-Regal-Index

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Über den Big-Mac-Index des britischen Wirtschaftsmagazins The Economist wurde ja schon viel geschrieben und er hat sich in der Zwischenzeit einen festen Platz in der Reihe der Wirtschaftsindikatoren erkämpft. Da der Burger in allen Ländern absolut gleich ist, kann man darüber die Preisniveaus in den jeweiligen Ländern vergleichen. Der Index wird bereits seit 1986 berechnet.

Hintergrund des Index sind die sogenannten Kaufkraftparitäten, wonach bei gleichem Geldbetrag (nach der Umrechnung) eigentlich die gleiche Ware erhältlich sein müsste. Das ist aber aus vielerlei Gründen so gut wie nie der Fall. Unterschiedliche Steuern und Zölle, aber auch verschiedene Lohnniveaus etc. sorgen für deutliche Unterschiede. So ist der Bic Mac (nach der Umrechnung in Dollar, Stand Juli 2009) für unter 2 Dollar in Ländern wie Thailand, China oder der Ukraine erhältlich, während er in Norwegen mehr als 6 Dollar kostet. In den USA wiederum liegt der Preis bei 3,57 Dollar und in den Ländern der Eurozone bei 4,62 Dollar.

Nun hat sich der Branchendienst Bloomberg gedacht, dass es inzwischen ja auch andere weltweit identisch erhältliche Waren gibt und stieß dabei auf das Billy-Regal von IKEA. Vergleichbar mit dem Burger konnte auch hier eine Liste erstellt werden, die nach der Umrechung in Dollar, eine schöne Übersicht über die Preise in den jeweiligen Ländern (derzeit sind 38 erfasst). Der Preis für die Variante weiß, 80cm x 28cm x 202cm schwankt dabei von 47,64 Dollar in den Vereinigten Arabischen Emiraten bis zu 103,48 Dollar in Israel. Der Durchschnitt liegt bei 60,09 Dollar. In den USA wiederum liegt der Preis bei 59,99 Dollar und in Deutschland bei 54,26 Dollar. Damit ist die Welt wieder um einen Index reicher: Den Billy-Regal-Index.


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