Vienna Insurance: Schock noch nicht verdaut

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Bildquelle: © Vienna Insurance Group / Robert Newald

Mit einem Prämienvolumen von rund 9,9 Mrd. im Jahr 2012 und circa 24.000 Mitarbeitern ist die Vienna Insurance Group (VIG) ein führender Versicherungskonzern in Österreich sowie in Zentral- und Osteuropa (CEE). Innovation, Kundennähe und konsequente Serviceorientierung prägen die hohe Qualität des Produktportfolios, das attraktive Lösungen im Bereich der Lebens- und Nichtlebensversicherung bietet. VIG ist mit rund 50 Versicherungsgesellschaften in 24 Ländern tätig.

Am 20. August, also ziemlich genau vor einem Monat, schockte der Versicherungskonzern Vienna Insurance Group (VIG) die Börsianer mit der Meldung über eine Sonderabschreibung von 75 Mio. Euro. Grund ist die anhaltend schwierige Lage am rumänischen Versicherungsmarkt. Daher wurde bei einer außerordentlichen unterjährigen Analyse die Werthaltigkeit des Firmenwerts des Segments „Rumänien Nicht-Leben“ um eben diesen Betrag herabgesetzt.

Davon abgesehen fielen die Halbjahreszahlen passabel aus: In Summe lagen die Prämieneinnahmen der ersten sechs Monate 2013, beeinflusst durch die Zurückhaltung bei den kurzfristigen Einmalerlägen in Polen, bei rund 5,03 Mrd. Euro – ein Minus von 4,8 Prozent. Ohne diesen Sondereffekt in Polen konnte der Konzern aber ein Prämienplus von 2,2 Prozent erzielen. Der operative Gewinn zog um 9,5 Prozent auf 330,7 Mio. Euro an. Eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr blieb der Konzern zwar schuldig. Grundsätzlich hat sich das Unternehmen aber vorgenommen, auch in den kommenden Jahren stärker als der Markt zu wachsen.

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Die Aktie hat sich noch nicht vom Abschreibungsschock erholt. Kurz vor dem Sprung auf ein neues Drei-Jahres-Hoch hat der Aktienkurs von VIG den Rückwärtsgang eingelegt. Noch Mitte August hatte der Titel bei 42,81 Euro ein neues Jahreshoch markiert. Nun notiert der Kurs gut zehn Prozent unter diesem Niveau. Börsianer dürften erst einmal auf neue Zahlen warten, größere Kurssprünge sind daher in der nahen Zukunft eher unwahrscheinlich. Mit einem Capped Bonus-Zertifikat (ISIN AT0000A0YP40) von der Raiffeisen Centrobank (RCB) ist auch bei einer Seitwärtsbewegung eine ordentliche Rendite drin: Sofern die VIG-Aktie bis zum Ende der Laufzeit in rund zehn Monaten stets oberhalb von 31 Euro notiert, generiert das Bonus-Papier einen Ertrag

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: © Vienna Insurance Group / Robert Newald


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