Lanxess-Aktie: Noch lange nicht über den Berg

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Bildquelle: Pressefoto Lanxess

Beim Spezialchemie-Konzern Lanxess (WKN 547040) dürfte man hoffen, dass die europäische Automobilindustrie doch bitte endlich auf die Beine kommen möge, da der Unternehmenserfolg zu einem großen Teil von der Auto- und Reifenbranche abhängt. Doch bei dem noch relativ jungen DAX-Konzern kann man nicht einfach warten bis sich eine Besserung einstellt. Daher wird gespart. Allerdings sind solche Sparmaßnahmen mit hohen anfänglichen Kosten verbunden, während die Erfolgsaussichten unsicher bleiben. Für die Aktie sind das nur bedingt gute Nachrichten.

Nun konnte Finanzvorstand Bernhard Düttmann jedoch die Nerven der Anleger ein wenig beruhigen und für 2013 in einem Interview mit der „Börsen-Zeitung“ ein „positives Nettoergebnis, auch mit den genannten Restrukturierungsmaßnahmen“ in Aussicht stellen. Zuvor hatte Lanxess auf die anhaltende Schwäche der europäischen Automobilindustrie mit dem schön klingenden Restrukturierungsprogramm „Advance“ reagiert. Im Zuge des Effizienzprogramms sollen weltweit rund 1.000 Stellen abgebaut werden. Bis 2015 sollen auf diese Weise jährlich etwa 100 Mio. Euro eingespart werden.

Das Programm sollen jedoch in den Jahren 2013 und 2014 mit Sonderaufwendungen in Höhe von insgesamt rund 150 Mio. Euro verbunden sein. Davon sollen laut Düttmann in diesem Jahr rund 80 Mio. Euro anfallen, wovon bereits die Hälfte im ersten Halbjahr verbucht wurde. Auf Anlegerseite wurden die Aussagen des Finanzvorstands positiv aufgenommen, da es nach der Ankündigung der Sparmaßnahmen Sorgen vor hohen Ergebnisbelastungen des Programms gegeben hatte. Daher kann sich die Lanxess-Aktie am Donnerstagmittag sogar an die DAX-Spitze setzen.

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Trotz dieser Beschwichtigung bleibt es jedoch abzuwarten, ob sich die Lanxess-Aktie tatsächlich von ihrer jüngsten Schwäche erholen kann. Immerhin bleibt das Marktumfeld trotz einiger zarter Erholungstendenzen schwach, während auf der Ergebnisseite Sonderbelastungen anfallen und die Früchte dieser Mühen erst in Zukunft sichtbar sein werden. Die charttechnische Lage ist langfristig weiter negativ, während inzwischen immerhin kurz- bis mittelfristig die Zeichen auf grün stehen. Mit einem 2014er KGV von 12 ist die Aktie zudem kein Schnäppchen mehr weshalb auch viele Analysten wenig Kurschancen erwarten. Allerdings gibt es auch Optimisten wie Warburg Research, die bei einer „Buy“-Einstufung ein Kursziel von 64 Euro nennen. Das wären derzeit immerhin noch knapp 25 Prozent Potenzial. Als einer der schwächsten DAX-Titel auf Jahressicht besteht zudem noch Nachholbedarf. Es bleibt also spannend bei Lanxess.

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Bildquelle: Pressefoto Lanxess


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