SAP: US-Konkurrent Oracle leidet weiter unter einer Wachstumsschwäche

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Bildquelle: Pressefoto SAP SE / Stephan Daub

Angesichts der europäischen Wirtschaftsschwäche und der abnehmenden Wachstumsdynamik der chinesischen Volkswirtschaft halten sich viele Unternehmen mit größeren Investitionen in teure Soft- oder Hardware zurück. Das bekamen zuletzt auch die beiden Anbieter von Unternehmenssoftware SAP (WKN 716460) und Oracle (WKN 871460) deutlich zu spüren.

Bildquelle: Pressefoto SAP AG
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Während Oracle im ersten Geschäftsquartal (Ende August) die Verkäufe neuer Software-Lizenzen und Abonnements für die Cloud-Computing-Angebote lediglich um 5 Prozent steigern konnte, musste bei den Hardware-Verkäufen ein Rückgang um 14 Prozent ausgewiesen werden. Dabei hatte  Oracle vor allem Probleme leistungsstarke Firmenrechner an den Mann zu bringen. Somit war es nur ein schwacher Trost, dass der Nettogewinn dank Einsparmaßnahmen überraschend deutlich um 8 Prozent auf 2,2 Mrd. US-Dollar gesteigert werden konnte. Das EPS lag bei 0,59 US-Dollar und damit über den Konsensschätzungen von 0,56 US-Dollar und dem Vorjahreswert von 0,53 US-Dollar.

An der Börse zeigte man sich von den Oracle-Ergebnissen enttäuscht, so dass die Aktie am Mittwochabend nachbörslich deutliche Verluste hinnehmen musste. Mit einem Umsatzplus von lediglich 2 Prozent auf 8,4 Mrd. US-Dollar fiel das Wachstum für ein Technologieunternehmen sehr bescheiden aus. Noch enttäuschender fiel der Ausblick auf das laufende Quartal aus. Demnach soll das währungsbereinigte Wachstum der Software-Lizenzeinnahmen irgendwo zwischen minus 4 Prozent und plus 6 Prozent liegen.

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Bei den Analysten der Commerzbank (WKN CBK100) wertete man den enttäuschenden Ausblick des Wettbewerbers Oracle auf das laufende zweite Geschäftsquartal als leicht negativ für SAP. Allerdings wurde die Aktie des DAX-Konzerns von „Hold“ auf „Add“ hochgestuft und das Kursziel auf 62 Euro belassen. Der für die Studie zuständige Analyst begründete das neue Votum unter anderem mit realistischen Markterwartungen für 2013 und der Erwartung eines beschleunigten Wachstums der Lizenzerlöse im ersten Halbjahr 2014.

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