Raiffeisen Bank International (RBI): Europäische Bankenkrise hält an

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Bildquelle: Pressefoto Raiffeisen Bank International

Vor nicht einmal einem Monat hatte die Raiffeisen Bank International (RBI) (WKN A0D9SU) bei der Vorstellung der Halbjahresergebnisse für das laufende Jahr Risikovorsorgen auf Vorjahresniveau von rund 1 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Nun musste das Unternehmen jedoch zurückrudern. Aufgrund der anhaltenden Wirtschaftsschwäche muss RBI bis zu 20 Prozent mehr für faule Kredite zurücklegen. Damit zeigt sich erneut, dass der europäische Bankensektor noch lange nicht über den Berg ist.

Bisher hatte RBI den Bedarf an Kreditrisikovorsorgen auf Vorjahresniveau mit rund 1 Mrd. Euro beziffert. Nun rechnet man jedoch mit einem Bedarf in Höhe von 1,1 bis 1,2 Mrd. Euro. Nachdem die Bank diese Nachricht am Sonntagabend veröffentlicht hatte, büßte die RBI-Aktie in einer ersten Reaktion am Montag 4 Prozent an Wert ein. Am Dienstag folgen weitere Kursverluste von etwa 1 Prozent. Für die höhere Risikovorsorge machte das Institut insbesondere höhere Ausfallrisiken in Österreich sowie in Zentral- und Südosteuropa verantwortlich. Die Euro-Krise und die anhaltende Wirtschaftsschwäche in dieser Region machen es Firmen immer schwerer ihre Kredite zu bedienen.

Angesichts dieser Entwicklung könnte die von Unternehmensseite jüngst als „eine mögliche Option“ bezeichnete Kapitalerhöhung umso attraktiver erscheinen. Denn neben der Erhöhung der Risikovorsorge musste RBI wegen der Konjunkturschwäche im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ausweisen. Zudem schrumpfte die Eigenkapitalquote. Daneben würde man, ähnlich wie bei der Commerzbank (WKN CBK100), die im Zuge der Krise erhaltenen Staatshilfen, nur zu gerne so schnell wie möglich zurückzahlen.

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Bildquelle: Pressefoto Raiffeisen Bank International


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