ThyssenKrupp: Die Gerüchteküche brodelt weiter

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Das ThyssenKrupp Quartier - Bildquelle: © ThyssenKrupp AG [http://media.thyssenkrupp.com/images/press/thyssenkrupp_p_1298.jpg]

An einem erfreulichen Börsentag, an dem der DAX ein neues Allzeithoch verbuchen konnte, tanzt ThyssenKrupp (WKN 750000) ein wenig aus der Reihe. Das Papier des Stahl- und Technologiekonzerns notiert als einer von wenigen DAX-Titeln am Montagnachmittag in der Verlustzone. Dabei sind es einmal mehr die nicht enden wollenden Gerüchte über Probleme beim Verkauf der Werke in Brasilien und den USA sowie eine Kapitalerhöhung, die möglicherweise deshalb notwendig sein könnte, die die Kurse belasten.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte bereits am Freitagabend berichtet, dass ThyssenKrupp sein US-Werk lediglich zu einem Dumping-Preis von 1,5 Mrd. US-Dollar verkaufen könnte, während die Gebote für das wesentlich problematischere Werk in Brasilien derart niedrig seien, dass der DAX-Konzern darauf sitzen bleiben könnte. Dabei drängt die Zeit. Denn es wird nun schon seit geraumer Zeit an den Finanzmärkten spekuliert, dass die kreditgebenden Banken ThyssenKrupp angesichts der hohen Verschuldung zu einer Kapitalerhöhung drängen könnten.

Für Anleger bleibt angesichts der unsicheren Nachrichtenlage in Bezug auf die ThyssenKrupp-Aktie wohl nichts anderes übrig, als abzuwarten, bis endlich Fakten geschaffen werden. Denn rund um Deutschlands größten Stahlhersteller gibt es nun schon seit geraumer Zeit verschiedene Gerüchte, die sich um die Käufer oder Preise für die defizitären Übersee-Werke, eine Kapitalerhöhung sowie zuletzt eine vom Magazin „Focus“ ins Spiel gebrachte hochverzinste Hybridanleihe, drehen.

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Auch deshalb hat man sich bei der Commerzbank (WKN CBK100) dazu entschlossen, die Einstufung für ThyssenKrupp auf „Buy“ mit einem Kursziel von 18 Euro belassen. Die vom „Focus“ kolportierte Verzinsung von 8 Prozent für eine mögliche Hybridanleihe sei zudem vernünftig bis etwas geringer als erwartet. Der Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach der Stahlkonzern am Brasiliengeschäft festhalte und nur den Verkauf in USA vorantreibe, berge nichts Neues und sollte den Kurs kaum bewegen. Die brasilianische Zeitung Valor habe ein nahezu identisches Szenario bereits Anfang September gezeichnet, hieß es in einer Studie vom Montag.

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Bildquelle: © ThyssenKrupp AG [http://media.thyssenkrupp.com/images/press/thyssenkrupp_p_1298.jpg]

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