Union Pacific: Vom neuen US-Ölboom und einem Profiteur auf Schienen

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Bildquelle: Pressefoto Union Pacific Railroad

Die USA sind auf dem Weg in den kommenden Jahren von Öl- und Gasimporten unabhängig zu werden. Dies verdankt die größte Volkswirtschaft der Welt der Ausbeutung bislang unrentabler Öl- und Gasvorkommen. Neben Ölsanden spielt auch Schieferöl bzw. Schiefergas eine bedeutende Rolle bei der neuen Unabhängigkeit der USA.

Wendung um 180 Grad

Bislang waren die USA zu großen Teilen von Importen aus dem Nahen Osten abhängig. Hinzu kamen Gas- und Öllieferungen aus der Region des Golf von Mexiko sowie aus Alaska und Kanada. Doch seit die Rohstoffvorräte auch in Mitten des nordamerikanischen Kontinents ausgebeutet werden, steigt die Ölproduktion in den USA auf historische Höchststände. Inzwischen ist die Produktion so hoch wie seit 20 Jahren nicht mehr.

In der Folge muss die komplette Energieversorgung des Landes auf neue Füße gestellt werden. Denn anstatt das fertig raffinierte Öl per Pipeline von der Küste ins Landesinnere zu pumpen, muss es nun in Rohform den umkehrten Weg nehmen. Schließlich befinden sich die Raffinerien meist in Küstennähe. Damit steht letztlich die komplette Pipeline-Infrastruktur der USA vor einem Radikalumbau.

Transportboom führt zu Rekordergebnis

Die Folgen der amerikanischen Energiewende sind umfassend. Es müssen tausende Kilometer neue Pipelines verlegt werden. Doch das geht bei weitem nicht so schnell, wie die Förderung zunimmt. Damit werden auch Alternativen, die bislang eher ein Schattendasein fristeten wieder gefragt. Egal ob auf Lkws, Tankschiffen oder per Schiene. Das Öl muss an seinen Bestimmungsort gebracht werden. Einer dieser Profiteure ist die US-Eisenbahngesellschaft Union Pacific.

Neben den Rohstofftransporten profitiert Union Pacific aber auch von allen anderen Transportsegmenten. Egal ob Automobilsektor, Industrieprodukte oder Agrargüter, in allen Sparten verzeichnete der US-Konzern zuletzt deutliche Zuwachsraten. In der Folge konnte Union Pacific im zweiten Quartal das beste Ergebnis aller Zeiten vermelden. Bei Umsatzerlösen von 5,5 Mrd. US-Dollar erzielte das Unternehmen einen Nettogewinn von 1,1 Mrd. US-Dollar. Auf die Aktien bezogen ergab sich ein EPS von 2,37 US-Dollar – ein Plus von 13 Prozent. Damit zeigt sich mal wieder, dass sich langer Atem durchsetzt.

Noch Fragen? Ein Anleger-Traum dieses Wertpapier, das zu dem Kreis unserer 100 Champions-Aktien gehört. Union Pacific ist eines der ältesten Unternehmen der USA. Tradition ist aber keine Voraussetzung für eine Aktie, dass diese sich boerse.de-Aktienbrief-Champion nennen darf. Dafür braucht es deutlich mehr.

Stand: 05.09.2013/ Ein Gastkommentar von Jochen Appeltauer, Chefredakteur Aktien-Ausblick
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Bildquelle: Pressefoto Union Pacific Railroad


1 KOMMENTAR

  1. Bonjour Herr Appeltauer,
    am 5.9.2013 haben Sie für die Aktien von Union Pacific einen überaus positiven Kommentar abgegeben,
    aber das Papier tritt den Rückzug an,der Chart ist mittlerweile im kritischen Bereich.
    Kennen Sie die Hintergründe?

    Einen freundl.Gruß
    Wesner

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