Apple: Billig gibt es nicht

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Bildquelle: Pressefoto Apple

Die mit Spannung erwartete Vorstellung der neuesten iPhone-Generation förderte am gestrigen Abend zumindest eines zu Tage: Apple (WKN 865985) kann nicht „billig“ und will es offenbar auch gar nicht können. Die Reaktionen fielen an den Aktienmärkten sehr deutlich aus, nachdem sich Apple dazu entschlossen hatte, mit dem „günstigen“ Modell iPhone 5C nur zaghaft in den Kampf um die Kunden im niedrigen Preissegment in den Schwellenländern einzugreifen.

Viele Anleger hatten sich einen deutlich aggressiveren Preis als die 599 Euro, die das iPhone 5C mit einem 16-Gigabyte-Speicher ohne Mobilfunkvertrag kosten soll, erhofft. Angesichts der Tatsache, dass das 5C nur 100 Euro billiger ist als das ebenfalls vorgestellte Top-Modell iPhone 5S zeigt sich, dass Apple offenbar weiterhin seine Margen im Blick hat und sich nicht auf einen Preiskampf mit den Herstellern günstiger Android-Smartphones einlassen möchte. Gleichzeitig bietet das 5C, das in einem Plastikgehäuse daherkommt statt in dem bisher bekannten Aluminium, lediglich einige Scheininnovationen. Dazu gehören zum Beispiel die verschiedenen Farben der Gehäuse. Technisch ist es eher eine überarbeitete Version des iPhone 5.

Das neue Aushängeschild iPhone 5S soll dagegen doppelt so viel Leistung mitbringen wie sein Vorgänger. Neben einigen Farbspielereien bei dem Gehäuse kann das 5S jedoch mit einer echten Neuheit aufwarten. Denn Apple hat in den Home-Button einen Fingerabdruck-Scanner zur besseren Identifizierung des Besitzers des iPhones integriert. Dabei dürfte es weniger der Sicherheitsaspekt sein, den Apple im Blick hatte. Vielmehr ergeben sich auf diese Weise Möglichkeiten, die Bezahlmethoden der Zukunft mitzugestalten.

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Man stelle sich beispielsweise vor, wie einfach es wäre Bankgeschäfte mit dem Smartphone online zu erledigen und diese mit Hilfe eines Fingerabdrucks abzusichern. Auch wenn Apple einmal mehr in Sachen Hardware nicht die erhoffte Revolution präsentieren konnte, bietet die Fingerabdruck-Technik möglicherweise einen Impulsgeber, der der Apple-Aktie zu einem neuen Höhenflug verhelfen könnte. Immerhin werden heute rund 85 Prozent aller Transaktionen mit Bargeld abgewickelt, was den Technologien zur Verbesserung des bargeldlosen Bezahlens enorme Chancen eröffnet.

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Bildquelle: Pressefoto Apple


2 KOMMENTARE

  1. Von Apple kommt irgendwie nichts Neues mehr. Das iPhone ist inzwischen schon ein alter Hut, es ändert sich nur noch der Buchstabe hinter der 5. Irgendwie kommt es mir so vor, als ob Apple seine besten Zeiten inzwischen hinter sich hat. Auch die lange angekündigte iWatch lässt weiter auf sich warten, inzwischen hat sogar Samsung eine Uhr.

    Innovation sieht anders aus. Nicht nur permanent Altes aufwärmen und sich auf den Loorberen (und dem Cash) der vergangenen Jahre ausruhen…

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