Schoeller‐Bleckmann (SBO): Auftragseingänge steigen wieder

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Bildquelle: Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) ist Weltmarktführer bei Hochpräzisionskomponenten für die Oilfield Service-Industrie. Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf der Produktion von amagnetischen Bohrstrangkomponenten für die Richtbohrtechnologie (Directional Drilling). Alle bedeutenden Oilfield Service-Unternehmen zählen seit Jahrzehnten zu den Kunden. Für diese bietet SBO auch umfangreiche Dienstleistungen im Bereich Reparatur und Service.

Die Geschäftsentwicklung von SBO spiegelt mit etwas Zeitverzögerung den Verlauf des Ölpreises wider: Nachdem die Notierungen für das schwarze Gold bis Anfang 2012 steil nach oben geschossen waren, investierten die Ölmultis kräftig in die Produkte und Dienstleistungen von SBO. Kein Wunder, dass der Konzern 2012 neue Umsatz- und Gewinnrekorde erzielen konnte. Aufgrund der anschließenden Korrektur beim Ölpreis konnte SBO im ersten Halbjahr 2013 erwartungsgemäß nicht an die Top-Zahlen anknüpfen.

Der Halbjahresumsatz lag mit 235,4 Mio. Euro um 7,9 Prozent unter dem Rekordwert der ersten sechs Monate 2012. Das Ergebnis vor Steuern landete mit 40,8 Mio. Euro sogar um 24,2 Prozent unter dem Vorjahres-Vergleichswert. Das entspricht einer Marge von 17,3 Prozent nach 21,0 Prozent im Jahr 2012. Da die rückläufige Entwicklung am Markt weitgehend erwartet worden war, reagierte die Aktie aber sogar mit leichten Kursaufschlägen. Positiv kam bei Börsianern an, dass sich der Aufwärtstrend bei den Auftragseingängen nach dem zurückhaltenden Start in das Jahr 2013 im zweiten Quartal gefestigt hat. Insgesamt kamen im ersten Halbjahr Orders im Volumen von 201,8 Mio. Euro herein – deutlich weniger als der historische Rekordwert von 276,9 Mio. Euro der ersten sechs Monate 2012, aber immerhin mehr als in der zweiten Hälfte 2012.

Die SBO-Aktie ist mit ihrem Versuch, aus dem Seitwärtstrend auszubrechen, gescheitert. Jedoch hat sie die 90- und 200-Tage-Linie verteidigt.

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„Unser Geschäft hat sich wieder stabilisiert. Wie erwartet hat der kontinuierliche Lagerabbau bei unseren Kunden in den letzten Monaten wieder zu steigenden Bestellungen geführt“, sagt SBO-Vorstandschef Gerald Grohmann. Der Firmenlenker geht davon aus, dass dieser Trend anhalten wird. Unterstützung kommt auch von Marktanalysten, die für 2013 einen Anstieg der Ausgaben für Exploration und Produktion von 9,9 Prozent gegenüber 2012 erwarten. Der zuletzt gestiegene Ölpreis dürfte zusätzlichen Rückenwind verleihen. Interessant bleibt daher das im Februar vorgestellte Mini Future Bull-Zertifikat (ISIN DE000HV71PM0) von UniCredit onemarkets. Das Papier hebelt Kursgewinne der SBO-Aktie mit dem Faktor 3,3. Pessimisten setzen hingegen mit einem Mini Future Bear-Zertifikat (ISIN DE000HV71P60) auf fallende Notierungen der SBO-Aktie. Das Papier setzt Kursverluste des Basiswerts mit einem Hebel von 4,8 in Gewinne um.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG


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