E.ON & RWE: Versorger melden sich zurück

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Bildquelle: Pressebild Dominik Zehatschek/E.ON

Am Freitag setzten sich ausgerechnet die Aktien der beiden größten deutschen Energieversorger E.ON (WKN ENAG99) und RWE (WKN 703712) an die Spitze des Leitindex DAX. In den vergangenen Jahren wurden die beiden Titel kräftig abgestraft. Doch am Freitag konnten sie von einer positiven Einschätzung der Analysten bei Société Générale für die gesamte Branche profitieren.

Allerdings dürfte die besagte Studie allein kein übermäßig großer Grund zur Freude sein. Denn die positive Einschätzung beruht weniger auf einer generellen Trendwende, die für die Stärke des Sektors sprechen würde, sondern eher auf der günstigen Bewertung, die sich angesichts der jüngsten Kursverluste bei den Versorger-Titeln ergeben hätte. Zudem gehören die Versorger trotz einiger Dividendensenkungen immer noch zu den großzügigsten Unternehmen den Börsen in Sachen Ausschüttungen.

Ob sich bei den Versorger-Titeln eine generelle Trendwende ergibt, muss noch abgewartet werden. Sollte es nach der Bundestagswahl am 22. September wie erwartet erneut eine Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP geben, könnten sich E.ON und RWE möglicherweise auf eine Nachjustierung bei der Energiewende freuen, die einige Nachteile gegenüber den Produzenten von Erneuerbaren Energien beseitigen könnte.

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Nur auf eine günstige Bewertung und relativ hohe Dividenden zu setzen, dürfte jedoch zu wenig sein. Immerhin müssen hohe Dividendenausschüttungen kein positives Zeichen bedeuten, wenn Substanz ausgeschüttet wird, um Aktionär milde zu stimmen.

Bildquelle: Pressebild Dominik Zehatschek/E.ON


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