Point&Figure: Syrien und Bremsspuren in der Marktlage

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Nach diesem Wochenende sind wir alle in der Syrien-Frage um keinen Deut klüger. Verglichen mit der Situation des amerikanischen Präsidenten jedoch, befinden wir Normalbürger uns in einer recht komfortablen Lage.

USA in der Syrien-Frage im Regen

Vergleichen wir einmal die Check-Liste für einen militärischen Einsatz der USA in dem arabischen Land mit der Realität:

Haken Uno-Mandat: Hier wird es allein wegen der Veto-Rechte Russlands und Chinas keines geben.

Haken Verbündete: Die Briten, auf die sich die USA bislang immer verlassen konnten, sind von der Fahne gelaufen.

458px-FragezeichenAbstimmung im Kongress am 9. September:

Auch hier ist noch keineswegs sicher, dass Obama eine Mehrheit für einen Militärschlag finden wird.

Gleichzeitig verliert ein solcher immer mehr an Wirksamkeit. Mit jedem Tag, der verstreicht, hat das Assad-Regime mehr Zeit, militärische Ausrüstung zu verstecken, oder – noch schlimmer – offen in von Zivilisten bewohnten Gebieten zu platzieren und damit faktisch unangreifbar zu machen.

Fundamental völlig unklare Lage

Damit stellt sich die Situation als völlig offen dar. Zumindest bis zum 9. September dürfte sich noch nicht einmal eine Tendenz ergeben. Das bedeutet schlichtweg, dass die Investoren weiterhin zwischen den Grundtendenzen “Angst vor einem ausufernden Konflikt im Nahen Osten” und “Kaufen, bevor die Kanonen donnern” schwanken werden.

Marktlage krisenbedingt eingetrübt

Dass die Unsicherheit der Investoren, die sich in (auch) in einer Reduzierung ihrer Aktienquote äußert, im Marktzustand nieder schlägt, dürfte keinesfalls überraschen.

So hat der Bullish-Percent-Index des S&P500 in den Zustand Bear-Confirmed und damit in die für Bullen schlechteste Phase gewechselt.

Quelle: www.stockcharts.com Chart vergrößert sich beim anklicken

Bear-Confirmed, allerdings sollte ein Rutschen auf 70% abgewartet werden

Zwar sehen wir hier nun ein Bear-Confirmed, sollten allerdings die Entstehungsumstände nicht aus den Augen verlieren.

Schließlich wurde dieser Zustand aus einer massiven Unsicherheit über den Ausgang des Syrien-Konflikts geboren.

Sollte es nun so kommen – und die Möglichkeit ist ja nun gestiegen – dass der Krieg ausfällt, dürfte sich die Investitionsneigung ruckartig verbessern.

Hier möchte ich erst einen Fall unter 70% abwarten, bevor ich dem Zustand Bear-Confirmed die ihm eigenen Konsequenzen folgen lassen.

Und diese wäre – aber nur bei einem Fall unter 70% – eine massive Verringerung der Aktien-Quote und massives Eingehen von Short-Positionen.

Solange das nicht geschieht, werte ich den aktuellen Marktzustand als neutral und halte meine Aktien-Positionen unter Beachtung der risikobegrenzenden Stops.

Ihr Jörg Mahnert

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