Über Syrien und die Moral des Börsenhandels+DAX-Check: Im Verkaufssignal

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Heute möchte ich – was sehr selten geschieht – in meinen Beitrag ein wenig auf die Psychologie des Börsenhandels in moralischen Extremsituation eingehen. (Dennoch fehlt natürlich nicht ein kurzer top-aktueller DAX-Check).

Die Lage in Syrien

Anlass dafür ist die Situation in und um Syrien herum. Hier scheint nun ein massiver militärisches Eingreifen der USA, Großbritanniens und Frankreichs bevor zu stehen.

Parallelen zum Irak 2003

Erinnerungen an 2003 und den letzten Irak-Krieg dürften bei dieser Lage nicht nur bei mir wach werden. Auch hier handelte es sich um einen minutiös angekündigten Kriegseinsatz. Ziel war hier die Absetzung des Saddam-Regimes.

Das Ergebnis:

Saddam Hussein wurde gestürzt und hingerichtet, zahlreiche Menschen starben, der Anlass des Krieges, die Massenvernichtungswaffen des Irak, wurden nicht gefunden (Grund: Es gab sie gar nicht.) und erst 2011 verließen die US-Truppen das Land.

Börsen feierten den Irak-Krieg 2003

Die Reaktion der Börsen wirkte auf den ersten Blick zynisch: +24% in 3 Monaten

Im Vorfeld des bewaffneten Konflikts kam es zu einer Unsicherheitsphase, die zeitgleich mit dem Einmarsch der US-Truppen in eine Stabilisierung mit danach freundlicher Tendenz überging. 

So stand der DAX am 20. März 2003 – dem Tag der Invasion – bei 2605 Punkten und konnte sich bis zum 20. Juni 2003 – also nur 3 Monate später – auf 3239 Zähler und damit um +24,4% verbessern. 

Die moralische Frage……

Natürlich mag sich dem einen oder anderen Investor die Frage gestellt haben, ob es moralisch zu akzeptieren ist, sich indirekt durch steigende Aktienkurse an Kriegshandlungen zu bereichern.

Ich vertrat bereits damals die Meinung, dass sich dieses moralische Dilemma nicht stellt. Denn ein Trader und Investor sollte seinen Anlageprinzipien treu bleiben. Und wenn ein Charttechniker ein Kaufsignal ausmacht, dann muss er kaufen. Egal, aus welchem Grund dieses entstanden ist. Genau so muss er Verkaufssignalen folgen und auch hier spielt die Ursache für deren Entstehung keine Rolle.

Es bleibt also nur “ Business as usual”

Mein Rat an Sie:

Sie sollten strikt zwischen Ihrer Anlage und dem menschlichen Mitgefühl für die Menschen in den zahlreichen Krisengebieten dieser Welt trennen. Nur so erhalten Sie sich Ihre Unabhängigkeit und können Ihr persönliches Vermögen schützen und vermehren.

DAX an entscheidender Stelle

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Point&Figure DAX: Nominelles Verkaufssignal durch Erreichen der 8200

Aber nun wie versprochen zum DAX, der aktuell mit der wichtigen Unterstützung bei 8200 Punkten kämpft.

Der Point&Figure-Chart in der Bulls-Eye-Broker-Einstellung mit aktuell 50 Punkten pro Kästchen zeigt die Signifikanz dieser Marke.

Bereits dreimal in diesem Jahr – am 26.7, dem 7.8 und dem 20.8 – ist der DAX oberhalb von 8200 zum Stehen gekommen und konnte sich danach wieder deutlich erhöhen.

Knappes Verkaufssignal seit heute

Heute – am 28. August – kam es bereits kurz nach Eröffnung zu einem Erreichen und leichten Unterschreiten der 8200.

Damit hat der Point&Figure-Chart in der Bulls-Eye-Broker-Einstellung ein Point&Figure-Verkaufssignal generiert.

Das  Kursziel dieses Signals beziffert sich auf  7450 Punkte (horizontal mit dem 2er-Reversal berechnet.)

Dennoch: Heutigen Schlusskurs abwarten

Allerdings sollten Sie den heutigen Schlusskurs abwarten, bevor Sie Maßnahmen in Ihrem Depot ergreifen. Schließlich befinden wir uns noch in der Unsicherheitsphase vor dem militärischen Konflikt. Und da sollte man dem Markt ein kurzfristiges Unterschreiten einer wichtigen Unterstützung innerhalb des Handels erst einmal zugestehen. Sollte der DAX allerdings auch noch zum Handelsschluss deutlich unter 8200 notieren, sollten auf defensiv und short gewechselt werden.

Ihr Jörg Mahnert

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