Gerry Weber: Stilvoller Depotwert mit Potenzial

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Bildquelle: Pressefoto Gerry Weber International AG

Mehrere Jahre lang kannte die Aktie von Gerry Weber (WKN 330410) fast nur den Weg nach oben. 2013 bekam sowohl der anhaltende Geschäftserfolg des Anbieters von Damenmode als auch der Kurs der Aktie einen kleinen Dämpfer. Doch die Schwächeperiode scheint inzwischen überwunden zu sein, so dass sich Anleger und Analysten in Bezug auf den MDAX-Titel wieder deutlich optimistischer zeigen.

Die zwischenzeitlichen Kursverluste waren unter anderem den enttäuschenden Ergebnissen für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2012/13 und der gesenkten Jahresprognose geschuldet. Allerdings hatte das Unternehmen mit schwierigen Witterungsbedingungen zu kämpfen, während sich der Expansionskurs von Gerry Weber negativ auf der Ergebnisseite bemerkbar machte. Zwar konnten im ersten Halbjahr die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,4 Prozent auf 403,9 Mio. Euro gesteigert werden, die Umsatzerhöhung ist allerdings vor allem auf die Ausweitung des eigenen Filialnetzes zurückzuführen.

Beim operativen Ergebnis (EBIT) ging es von 47,0 auf 43,4 Mio. Euro nach unten. Daher wurde die Prognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Während man bei Gerry Weber zuvor von einem Umsatzziel zwischen 890 und 900 Mio. Euro ausgegangen war, wird nun mit einem Umsatz zwischen 860 und 870 Mio. Euro gerechnet. Das EBIT soll bei 120 Mio. Euro liegen, nachdem zuvor ein Wert zwischen 131 bis 135 Mio. Euro in Aussicht gestellt worden war. Trotzdem dürften die mittelfristigen Wachstumsaussichten für Gerry Weber von den diesjährigen Wetterkapriolen und unberührt bleiben. Mit Hilfe der eigenen Geschäfte winken zudem höhere Margen. Schließlich dürfte das Unternehmen mit dem verstärkten Verkauf seiner Produkte über Online-Händler wie Zalando zusätzliches Wachstum generieren.

Bei den Analysten von Merrill Lynch hat man sich angesichts der positiven Aussichten für Gerry Weber dazu entschlossen, die Aktie von „Neutral“ auf „Buy“ hochzustufen und das Kursziel von 36 auf 41 Euro anzuheben. In der Begründung heißt es, dass der flächenbereinigte Umsatz des Damenmodeherstellers 2014 um 3 Prozent zulegen dürfte. Diese Einschätzung wird mit dem steigenden Verbrauchervertrauen in Deutschland und niedrigeren Vergleichswerten beim Bekleidungsumsatz begründet. Angesichts eines durchschnittlichen Gewinnwachstums je Aktie von 18 Prozent jährlich in der Zeit von 2014 bis 2016 und eines Netto-Barmittelbestands von 59 Mio. Euro im laufenden Jahr sei die Aktie nicht teuer, heißt es weiter.

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Charttechnisch hat sich die Lage bei der Aktie nach dem Überschreiten der 200-Tage-Linie signifikant verbessert. Inzwischen stehen alle Indikatoren auf grün und es ist nur eine Frage der Zeit, wann das bisherige Rekordhoch von rund 38 Euro überschritten wird. Mit einem 2014er KGV von 15 ist Aktie zwar nicht mehr billig, aber angesichts der Perspektiven auch noch nicht überteuert.

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Bildquelle: Pressefoto Gerry Weber International AG


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