Infineon: Talsohle durchschritten

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Bildquelle: Pressefoto Infineon Technologies AG

Bei Infineon (WKN 623100) geht es bergauf: Im Zeitraum April bis Juni 2013 verbesserte sich das Betriebsergebnis um satte 72 Prozent auf 117 Mio. Euro im Vergleich zum Vorquartal. Gleichzeitig verbesserte sich der Umsatz um elf Prozent auf 1,02 Mrd. Euro. Nach stockender Nachfrage aus der Industrie und angesichts der Krise im europäischen Automobilgeschäft hofft Deutschlands größtes Halbleiterunternehmen, nun die Talsohle durchschritten zu haben. Der Absatz von Chips zum Einsatz in Servern, Netzteilen, Smartphones und Tablet-PCs ist robust. Hier kommt Infineon das rasante Wachstum bei Smartphones und Tablets zugute. Daher hat Infineon bereits zum zweiten Mal die Gesamtjahresprognose nach oben geschraubt: Während das Management ursprünglich von einem kräftigen Umsatzrückgang ausgegangen war, kalkuliert es nun nur noch mit einem Minus von 1,5 Prozent.

Künftig setzt der Konzern, dessen Geschäftsaktivitäten in die drei Bereiche Automotive, Industrial & Multimarket und Chip Card & Security gegliedert ist, auf Wachstum in den nordamerikanischen und asiatischen Märkten. Denn viele deutsche Automobilhersteller wollen dort ihre Produktionsstandorte weiter ausbauen. „Bis zum Jahr 2016 wollen wir in China einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro erreichen“, sagt Vorstandschef Reinhard Ploss. Natürlich bleibt zu beachten, dass solche internationalen Engagements auch mit relevanten Risiken für Infineon einhergehen, und ein Erfolg auf diesen Märkten keinesfalls sicher ist. Daher ist Infineon gleichzeitig bemüht, Kosten zu senken: Nicht ausgelastete Maschinen werden vorübergehend abgeschaltet und Personalkosten gesenkt.

Die erfreuliche Geschäftsentwicklung spiegelt sich auch in den Analysteneinschätzungen wider: Derzeit bewerten 21 Bankexperten die Aktie mit „Kaufen“, zwölf Analysten mit „Halten“ und drei mit „Verkaufen“. Das Zwölf-Monats-Kursziel von 7,30 Euro liegt knapp oberhalb der aktuellen Notiz. Hinzu kommt die Dividendenrendite von 1,7 Prozent. Wenn es also zu dem von Analysten erwarteten moderaten Kursanstieg kommt, sind Anleger mit einer Aktienanleihe (ISIN DE000VZ0EH05) von Vontobel im Vorteil, da sie einen Ertrag von 11,1 Prozent ermöglicht.

Zur Charttechnik: Die Aktie von Infineon ist kurz davor, ihr Jahreshoch bei 7,20 Euro zu überwinden. Der bei 6,90 Euro verlaufende Aufwärtstrend bildet eine erste Unterstützung. Darunter geben auch die 90- und 200-Tage-Durchschnittslinien Halt.

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Fazit: Die Aktienanleihe auf Infineon erreicht die Maximalrendite von 11,1 Prozent, auch wenn der Basiswert nur seitwärts tendiert: Entscheidend ist die Marke von 7,00 Euro. Wenn die Aktie am Ende der Laufzeit darüber notiert, wird die Aktienanleihe bei Fälligkeit zum Nennwert getilgt. Den Kupon von 12,1675 Prozent bzw. 13,95 Prozent p.a. gibt es auf jeden Fall.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressefoto Infineon Technologies AG


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