Ausblick DAX: Erholung ist angesagt

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Irgendwie kommt man sich derzeit vor wie im April. Und das nicht nur wettermäßig. Eine Woche tragen die Börsianer Trauer. Es wird schon der Abgesang auf die jüngste Rallye gesungen. Und dann nach einem erholsamen Wochenende ist wieder alles beim alten. Die Kurse steigen wieder zu neuen Höhen. Zwar ist bekanntermaßen die Höhenluft dünn, aber das heißt ja nicht, dass es nicht weiter bergauf geht. So wie heute im DAX. Die Charttechnik vom Freitag scheint beharrlich ignoriert zu werden. Stattdessen setzt sich der grenzenlose Optimismus durch.

So stützen besonders die guten Vorgaben aus den USA und aus Asien. Aber auch im eigenen Land kann gute Laune aufkommen. Laut Handelsblatt will Daimlers Forschungs- und Entwicklungsvorstand Thomas Weber künftig Module und Komponenten für alle Pkw-Baureihen weiter vereinheitlichen und damit Milliarden einsparen. Die Meldung kommt sehr gut am Markt an, denn die Aktie gewinnt 1,7 Prozent.

Der MDAX-Wert HeidelbergCement will seine Kasse mit einer Kapitalerhöhung füllen. Man erhofft sich bis zu 1,5 Mrd. Euro einsammeln zu können. Und irgendwie wird das bestimmt auch gelingen. Das Geld scheint für die Konzerne derzeit fast wieder auf der Straße zu liegen. Lediglich im Mittelstand scheint man sich noch an Begriffe wie Kreditklemme zu erinnern. Der führenden deutschen Baustoff-Aktie tun die Meldungen jedenfalls gut, denn der Kurs steigt um 1 Prozent.

Zuletzt noch ein kurzer Blick auf das internationale Parkett. Hier sorgt der US-Nahrungsmittelkonzern Kraft Foods für Furore, nachdem er Interesse an dem britischen Süßwarenkonzern Cadbury geäußert hat. Es geht um immerhin 16,7 Mrd. Dollar. In diesen Zeiten auf der einen Seite eigentlich wenig Geld auf der anderen Seite sind Konzerne schon wegen weniger (Schulden) in die Insolvenz gegangen. Aber wie gesagt, Geld scheint derzeit abseits der kriselnden Auto- und Bankenbranchen reichlich vorhanden. Der Cadbury-Aktie tut das Übernahmeangebot gut. Sie gewinnt mehr als 35 Prozent, während es bei Kraft mehr als 3 Prozent nach unten geht.


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