Im Fokus Gold: Kommen wieder bessere Zeiten?

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Es wäre sicherlich ein wenig verfrüht, ein großes Comeback des Goldpreises auszurufen. Schließlich liegen die Notierungen für eine Feinunze des gelben Edelmetalls immer noch um mehr als 500 US-Dollar unter dem Rekordhoch aus dem Herbst 2011. Nach den jüngsten Preisstürzen scheint sich bei den Edelmetall-Investoren jedoch wieder etwas mehr Optimismus breit zu machen – und dies ausgerechnet zu einer Zeit, in der sich die Anzeichen verdichten, wonach die US-Notenbank ihre monatlichen Anleihekäufe früher als gedacht zurückfahren könnte. Immerhin gilt gerade die anhaltende Geldschwemme als ein Kaufgrund für das als „sicherer Hafen“ geltende gelbe Edelmetall.

Derzeit scheint sich an den Finanzmärkten die Erkenntnis durchzusetzen, dass die Federal Reserve noch in diesem Jahr ihr monatliches Programm im Volumen von 85 Mrd. US-Dollar zum Ankauf von Anleihen und Hypotheken zurückfahren dürfte. Es wird lediglich noch über den genauen Zeitpunkt spekuliert. Gleichzeitig muss eine Verringerung des Volumens für die Anleihekäufe jedoch nicht ein Ende der lockeren Geldpolitik der Fed bedeuten. Angesichts einer eher langsamen Erholung am US-Arbeitsmarkt dürften die Notenbanker um Fed-Chef Ben Bernanke die Geldpresse noch eine Weile weiterlaufen lassen.

Die Arbeitslosenquote fiel laut Angaben des US-Arbeitsministeriums im Juli auf 7,4 Prozent nach 7,6 Prozent im Vormonat und damit auf den geringsten Stand seit Dezember 2008. Allerdings wurden mit 162.000 neuen Stellen im Vergleich zum Vormonat in der Privatwirtschaft weniger neue Arbeitsplätze geschaffen als dies am Markt erwartet worden war. Aus diesem Grund dürfte die Fed vor einem gänzlichen Stopp der Anleihekäufe vorerst zurückschrecken. Zudem machte Bernanke bereits mehrfach deutlich, dass die Leitzinsen auch nach einem möglichen Ende des jüngsten Anleihekaufprogramms nahe bei null verbleiben würden. Für eine Leitzinsanhebung müsste die Arbeitslosenquote unter die Marke von 6,5 Prozent absinken.

Da die Geldpolitik der Fed, aber auch anderer wichtiger Notenbanken wie der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of Japan (BoJ) auf absehbare Zeit locker bleiben dürfte, können die Gold-Investoren weiterhin auf die bisher ausgebliebene Inflation hoffen. Der jüngste Preisauftrieb bei Gold wurde jedoch eher von einer gestiegenen Nachfrage in China und Indien beflügelt. Laut Angaben der China Gold Association ist allein die chinesische Goldnachfrage zwischen Januar und Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 54 Prozent auf 706,4 Tonnen gestiegen. Allerdings nutzte man nicht nur dort den günstigen Goldpreis, um sich mit Schmuck, Barren und Münzen einzudecken. Im zweiten Quartal kletterte die globale Schmucknachfrage um 37 Prozent auf 576 Tonnen nach oben. Das ist der höchste Wert seit dem dritten Quartal 2008. Aber:

Gleichzeitig fiel die Investment-Nachfrage nach Gold im zweiten Quartal einmal mehr sehr deutlich. Wie der Branchenverband der Goldminenindustrie mitteilte, fiel die Menge Gold, die von ETFs (Exchange Traded Funds / börsengehandelten Fonds) gehalten wird um mehr als 400 Tonnen. Die gesamte Goldnachfrage ging im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf 856,3 Tonnen zurück. Sollten die Investoren Gold weiterhin derart verschmähen, könnte möglicherweise nicht einmal einen anhaltend hohe Nachfrage in Indien und China den Goldpreis stützen.

Spekulative Anleger, die auf einen steigenden Goldpreis setzen möchten, erhalten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DX8JUL; aktueller Hebel 3,79; Knock-Out-Schwelle bei 1.043,70 US-Dollar) die Gelegenheit dazu. Spekulative Anleger, die jedoch einen fallenden Goldpreis erwarten, könnten mit dem Wave-XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DX273A; aktueller Hebel 3,32; Knock-Out-Schwelle bei 1.736,20 US-Dollar) auf ein solches Szenario setzen.

Stand: 19.08.2013/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse


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