K+S: Quartalszahlen sind keine negative Überraschung

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Bildquelle: Pressebild K+S

Die Erholung der K+S-Aktie (WKN KSAG88) legt nach den heutigen Quartalszahlen erstmal eine kleine Verschnaufpause ein. Der vergleichsweise geringe Abschlag von 2,5 Prozent macht deutlich, dass die Anleger angesichts dieser neuen Daten keine neuen Impulse erhalten haben. Die Zahlen des zweiten Quartals fielen alles in allem im Rahmen der Erwartungen aus. Der Ausblick blieb derweil unkonkret. Stellt sich die Frage, wie es weiter geht.

K+S hat seinen Umsatz in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2013 um 4 Prozent auf rund 2,15 Mrd. Euro gesteigert. Danebene erzielte der Konzern ein operatives Ergebnis von 440,5 Mio. Euro. Dies lag rund 6 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Das bereinigte Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4 Prozent auf 296,1 Mio. Euro zurück. Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit erreichte im ersten Halbjahr 1,55 Euro (Vorjahr: 1,61 Euro)

Im zweiten Quartal lag der Umsatz mit 874,5 Mio. Euro um 12 Prozent unter dem starken Vorjahreswert. Das operative Ergebnis EBIT I blieb hier mit 162,6 Mio. Euro um 26 Prozent hinter dem hohen Wert des Vorjahresquartals zurück. Die im EBIT I berücksichtigten Abschreibungen lagen im zweiten Quartal infolge gestiegener Investitionen für das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz mit 64,4 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahreszeitraums in Höhe von 56,0 Mio. Euro. Das bereinigte Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit sank um 25 Prozent auf 105,9 Mio. Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit erreichte im zweiten Quartal 0,56 Euro nach 0,73 Euro im Vorjahrszeitraum.

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Die Zahlen zeigen, dass die Erholung vom Tief bei 15 Euro durchaus gerechtfertigt war. Noch sind keine Einbrüche in irgendeiner Weise erkennbar. Das gilt auch für die Zukunft – sonst hätte sich K+S längst entsprechend geäußert. Interessant erneut die Aussagen bezüglich des Legacy-Projekts. Es sei „planmäßig vorangeschritten“. Von daher muss man derzeit einfach abwarten, was die Konkurrenz tut. In den USA und Kanada scheint man nicht auf den Preiskrieg anzuspringen, bleiben also nur die Russen, doch da gab es in den letzten Tagen keine neuen Informationen. Alles in allem gibt es also keinen Grund, die Zukunft übermäßig schwarz zu sehen. So wie etwa die Analysten der Commerzbank, die ihre Einstufung nach den Zahlen auf „Reduce“ mit einem Kursziel von 14 Euro belassen hat. Allerdings ist ebenfalls fraglich, ob die Aktie rasch in Richtung 20 Euro marschiert. Am Ende dürfte wohl eher eine kräftezehrende Seitwärtsbewegung bevorstehen – auch im Hinblick auf den immer wahrscheinlicher werdenden DAX-Abstieg. Aber vielleicht sammelt die Aktie dort ja wieder neue Kraft. Ein DAX-Abstieg muss ja nicht auf Dauer sein…

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