K+S-Aktie: Die Erholung geht weiter – bis zu den Quartalszahlen?

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Bildquelle: Pressebild K+S

Die Erholung der K+S-Aktie (WKN KSAG88) geht auch zu Wochenbeginn weiter. Neues Futter für den Kursanstieg brachte ein Interview mit K+S-Chef Norbert Steiner in der FAZ. Dieser hält den jüngste Kursabsturz für übertrieben und sieht sein Unternehmen auf Kurs. Kurz und knapp brachte er seine Ansicht auf die Formel: „solides Unternehmen, stabile Bilanz, stabile Kunden, unabhängige Stellung“. Am Markt scheint man den Einschätzungen jedenfalls aktuell wieder mehr Glauben zu schenken…

Steiner sieht ungeachtet des möglichen Preiskampfes im Kali-Markt die fundamentalen globalen Nachfragetrends intakt und damit die Basis für K+S gesichert. Die Umbrüche im Kali-Sektor sind für den K+S-Chef eher „Spekulation, Hypothese, reines Kopfkino“. Und weiter: „Wir bewegen uns in Was-wäre-wenn-Szenarien.“ Starke Worte. Doch vergleichbares gab jüngst bereits Bill Doyle, Chef des US-Wettbewerbers Potash Corp. of Saskatchewan, von sich.

Insofern muss man derzeit einfach weiter abwarten, ob sich Uralkali mittelfristig wirklich mit seinen Preisvorstellungen durchsetzen kann oder ob da jemand seine Einflussmöglichkeit etwas überschätzt hat. Die Auswirkungen auf den Aktienkurs waren allerdings bereits klar ersichtlich.

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Die K+S-Aktie hatte sich infolge der Äußerungen von Uralkali-Chef Wladislaw Baumgertner zeitweise halbiert. Das könnte durchaus Folgen haben, denn die DAX-Zugehörigkeit ist akut gefährdet – wie selbst K+S-Chef Steiner unumwunden zugibt: „Mit dem Verbleib im Dax wird es eng“. Allerdings sieht er den möglichen Abstieg in den MDAX nicht problematisch: „Doch allein die Zugehörigkeit zu einem Index sagt nichts über die Qualität eines Unternehmens.“

Mit großem Interesse dürften sich die Anleger auf die morgigen Quartalszahlen stürzen. Doch ob neben dem Blick zurück auch ein Ausblick auf die Zukunft gegeben wird? In der Gewinnwarnung hies es ja lediglich, dass man keinen Gewinnanstieg mehr erwartet. Und dann wäre da ja noch die kanadische Baustelle namens „Legacy-Projekt“. Zwar gibt sich der K+S-Chef weiterhin optimistisch, aber ob er seine gute Laune auch in der Zukunft behält? Man darf gespannt sein. Noch hält K+S an Legacy fest: „Und dieses wichtige Vorhaben werden wir aufgrund bloßer Spekulationen nicht in Frage stellen“, so der K+S-Chef im Interview. Man muss als Anleger also wohl weiter warten… die aktuelle Erholung könnte aber schneller vorbei sein, als erhofft. Entweder wenn es neues aus Russland gibt oder K+S selbst etwas klarere Aussagen trifft. Von daher muss man Engagements sehr genau überwachen – wenn man überhaupt (noch) welche hat.

Bildquelle: Pressebild K+S


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