Kapsch TrafficCom: Management hält jüngste Kursreaktionen für nicht nachvollziehbar

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Bildquelle: Pressefoto Kapsch AG

Das Management eines Unternehmens äußert sich normalerweise nur sehr selten über Kursbewegungen. Kapsch TrafficCom (WKN A0MUZU), ein österreichische Betreiber von elektronischen Mautsystemen, macht hier nun eine Ausnahme. Unternehmensschef Georg Kapsch nannte die jüngsten Kursreaktionen der Kapsch TrafficCom-Aktie „nicht nachvollziehbar“.

Der Kurs war in den letzten Tagen um fast ein Fünftel eingebrochen. Zuvor war bekannt geworden, dass der Start des elektronischen Mautsystems in der südafrikanischen Provinz Gauteng nicht wie angedacht Mitte Juli erfolgt. Kapsch TrafficCom hatte im September 2009 den Zuschlag für die Errichtung des Mautsystems erhalten. Das System wurde zügig errichtet und diverse geplante Starttermine wurden aufgrund verschiedener Proteste, Interventionen und Einsprüche in den letzten Monaten oftmals verschoben. „An der Situation hat sich defacto nichts geändert, daher ist die Reaktion nicht zu erklären“, betont Kapsch.
„Unser System ist bereit und wir warten auf einen definitiven Termin, um es in den kommerziellen Betrieb zu nehmen.“

Gerade die jüngste Meldung über die finanzielle Situation der südafrikanischen Behörde SANRAL zeigen den Angaben zufolge deutlich, dass eine rasche Entscheidung und ein umgehender Start wünschenswert wären. Die südafrikanische Regierung hatte 2009 entschieden, dass der Erhalt und der Ausbau der Straßeninfrastruktur in Gauteng über ein elektronisches Mautsystem sichergestellt werden sollen. „Die Verzögerungen gefährden nicht nur Arbeitsplätze sondern auch die Infrastruktur des Landes“, unterstreicht Kapsch. „Wir sind zuversichtlich, dass die südafrikanischen Behörden bald handeln werden und alle nötigen Schritte gesetzt werden.“

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Wie man am Kursverlauf sieht, ist die charttechnische Lage bei Kapsch TrafficCom negativ. Dennoch hat die Aktie die Chance bei guten Nachrichten aus Südafrika das alte Kursniveau zu erreichen. Bis dahin sollte man allerdings eher die Beobachterposition einnehmen.

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Bildquelle: Pressefoto Kapsch AG


1 KOMMENTAR

  1. […] Schwerpunktthemen an der Börse waren sicher die Bilanzvorlagen aus dem Tech-Sektor. Den Anfang machte Apple (WKN 865985). Die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal 2012/13 (April-Juni) konnten dabei weitgehend überzeugen. Dennoch bleiben die rückläufigen Margen weiterhin das Sorgenkind von Apple. Neue Produkte wurden nicht vorgestellt. Konzernchef Tom Cook hob aber auf das starke Wachstum bei iTunes, Software und Services ab. Zudem wies er optimistisch auf die bevorstehende Veröffentlichung der Betriebssysteme iOS 7 und OS X Mavericks hin. Mehr zu Apple hier. Ebenfalls eine positive Überraschungen brachten die Quartalszahlen von Facebook (WKN A1JWVX). Der anschließende nachbörsliche Kurssprung um zeitweise 20 Prozent spricht Bände. Dennoch muss Facebook erst noch zeigen, dass es sich um keine Eintagsfliege gehandelt hat, sondern der Knoten in Sachen Profitabilität auch wirklich geplatzt ist. Wenn dem so ist, dürfte der katastrophale Börsengang bald vergessen und die Anleger besänftigt sein. Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestle (WKN A0Q4DC) ist eigentlich der Inbegriff für einen soliden europäischen defensiven Wachstumswert. Wo andere Aktien schwächen, da konnten Aktionäre des Schweizer Konzerns beruhigt auf die Kurstafel schauen. Bis jetzt. Der schweizerische Agrarchemiekonzern Syngenta (WKN 580854) blieb mit seinem Zahlenwerk für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres unter den Markterwartungen, so dass das Papier am Mittwoch deutliche Einbußen zu verzeichnen hat. Das Unternehmen machte vor allem das schlechte Wetter in Europa im Frühjahr und höhere Produktionskosten für Saatgut für das enttäuschende Abschneiden verantwortlich. Allerdings konnte die Jahresprognose trotzdem bestätigt werden. Zudem erwartet der Konzern im zweiten Halbjahr dank des guten Ausblicks für Lateinamerika und Asien/Pazifik ein stärkeres Wachstum. Dennoch befindet sich die Aktie derzeit im Korrekturmodus. Nach der Gewinnwarnung von RHI (WKN 874182) am Montag ging es für die Aktie mit Schwung nach unten. Auslöser hierfür sind technische Probleme bei der neu errichteten Schmelzanlage in Norwegen. Diese sollen das Ergebnis über die nächsten Monate voraussichtlich im hohen einstelligen Millionenbereich belasten. Der Feuerfestprodukte-Spezialist aus Österreich zählte in der Folge zu den schwächsten Werten im Wiener Leitindex ATX. Doch ein Ende ist derzeit nicht in Sicht. Während die Lage fundamental noch ok ist, sind charttechnisch die Dämme gebrochen. Interessant sind derweil auch die Aktien der Erste Group (WKN 909943). Für Mutige bietet sich eine Einstiegschance bis 22,50 Euro, wie wir in unserem aktuellen Newsletter ausgeführt haben. Wer die kostenfreie “D-A-CH Rundschau” jeden Samstag automatisch beziehen möchte, kann sich hier anmelden. Das Management eines Unternehmens äußert sich normalerweise nur sehr selten über Kursbewegungen. Kapsch TrafficCom (WKN A0MUZU), ein österreichische Betreiber von elektronischen Mautsystemen, macht hier nun eine Ausnahme. Unternehmensschef Georg Kapsch nannte die jüngsten Kursreaktionen der Kapsch TrafficCom-Aktie “nicht nachvollziehbar”. […]

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