Im Fokus Deutsche Post: Es lebe der Internethandel!

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Bildquelle: Pressebild Deutsche Post AG

Der Internethandel boomt und die Paketzusteller verdienen kräftig mit. Dank des florierenden Internethandels konnte die Deutsche Post den Umsatz in ihrem Paketgeschäft seit 2009 jährlich im Schnitt um mehr als 10 Prozent steigern. Nun will der weltgrößte Logistikkonzern von diesem Wachstum noch stärker profitieren, indem er sein Netz von Paketannahmestellen deutlich ausbaut und zusätzliche Angebote wie das Liefern von Lebensmitteln in das Angebot aufnimmt.

Die Deutsche Post will die Zahl der Annahmestellen für den privaten Paketversand in Deutschland ab sofort deutlich erweitern. Bis Ende 2014 soll es 20.000 zusätzliche DHL-Paketshops geben. Die ersten 10.000 Shops sollen sogar bereits Ende 2013 in Betrieb gehen. Diese sollen vor allem in den großen Ballungsräumen der Republik entstehen. Damit steigt die Zahl der Paketannahmestellen bundesweit auf mehr als 50.000. Die Gesamtinvestitionen in den Ausbau des Paketnetzwerks belaufen sich beim ehemaligen Staatsmonopolisten bis 2015 auf insgesamt 750 Mio. Euro.

„Wir haben noch nie in unserer Konzerngeschichte so viele Pakete transportiert wie im vergangenen Jahr und dieses Wachstum hält auch 2013 unvermindert an. Mit dem Aufbau der neuen DHL-Paketshops setzen wir jetzt unsere gezielte Orientierung an den Bedürfnissen der Verbraucher in Deutschland fort, sind noch näher am Kunden und schaffen somit die Basis für noch mehr Onlinehandel in Deutschland“, sagt Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post. Allerdings verzichtet das DAX-Unternehmen dabei auf den kostenintensiven Betrieb von eigenen Filialen. Um Geld zu sparen werden die neuen Paketshops von privaten Kaufleuten wie Kioskbetreibern.

Daneben hat die Deutsche Post mit dem Online-Lebensmittelhandel ein weiteres Wachstumsfeld für sich entdeckt. In diesem Bereich scheint gerade in Deutschland ein großes Wachstumspotenzial zu bestehen. Zum einen ist die Akzeptanz hierzulande für den Versand von Lebensmittel im Vergleich zum Rest Europas noch sehr gering. Die Post schätzt, dass in England schon rund 5 Prozent der Lebensmittel im Internet gekauft werden, während dieser Anteil in Deutschland gerade einmal bei 0,2 Prozent liegt. Außerdem steigert eine alternde Gesellschaft die Nachfrage nach einem Versand von Lebensmitteln.

Zurzeit versucht die Deutsche Post das Wachstumspotenzial im Bereich E-Commerce noch stärker zu nutzen. Dagegen dürfte die jüngste Gewinnwarnung beim US-Paketzusteller UPS auch bei der Deutschen Post die Sorgen vor einer möglichen Konsumschwäche im Online-Handel erhöht haben. UPS hatte seine Gewinnprognose wegen des anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes nach unten gefahren. Allerdings spielten auch Probleme auf dem Heimatmarkt wie zähe Tarifverhandlungen eine Rolle, so dass die Deutsche Post weniger stark als der US-Konkurrent betroffen sein sollte.

Beim DAX-Konzern hat man die Aussichten jüngst sogar noch einmal bestätigt. Im laufenden Geschäftsjahr soll das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 2,70 bis 2,95 Mrd. Euro liegen. Dazu soll der Unternehmensbereich BRIEF 1,1 bis 1,2 Mrd. Euro beitragen. Die internationale Logistiksparte DHL soll einen Beitrag von 2,0 bis 2,15 Mrd. Euro beisteuern. Bis 2015 soll das operative Ergebnis des Konzerns sogar auf 3,35 bis 3,55 Mrd. Euro ansteigen.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse bei der Aktie der Deutschen Post erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DX4KUE) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,16, die Knock-Out-Schwelle bei 15,40 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DX69BY, aktueller Hebel 3,67; Knock-Out-Schwelle bei 25,80 Euro) auf fallende Kurse bei der Aktie der Deutschen Post setzen.

Stand: 23.07.2013/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets
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Bildquelle: Pressebild Deutsche Post AG


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